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JPMorgan-Kunden bärisch: Bank rät zur Gelassenheit am Markt

Trotz wachsender Sorgen unter JPMorgan-Kunden bleibt die Bank taktisch optimistisch und nennt fünf konkrete Gründe für weiteres Aufwärtspotenzial.

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JPMorgan-Kunden bärisch: Bank rät zur Gelassenheit am Markt

Die Stimmung unter den Kunden von JPMorgan hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. Laut einer internen Mitteilung des Aktienhandels der Bank „werden die Rufe der Bären immer lauter" – und das in einem Marktumfeld, das den S&P 500 erst am Montag noch auf Rekordhöhen getrieben hatte. Die Kunden seien „innerhalb kürzester Zeit von einer vorsichtigen Haltung zu einer ausgesprochen bärischen Einstellung gewechselt", heißt es in der Mitteilung.

Hinter der pessimistischen Stimmung stecken konkrete Risikofaktoren. Allen voran bereiten die festgefahrenen Gespräche zwischen den USA und dem Iran Sorgen. Präsident Donald Trump erklärte diese Woche, ein Waffenstillstand zwischen den beiden Nationen werde nur noch „künstlich am Leben erhalten". Zusätzlich belastet eine weiter steigende Inflation das Marktsentiment und nährt Zweifel an der Nachhaltigkeit der jüngsten Kursrally.

JPMorgan bleibt trotzdem optimistisch

Trotz der Bedenken ihrer Kunden senden die Händler von JPMorgan eine klare Botschaft: Bleiben Sie ruhig. Die Bank bezeichnet sich selbst als „taktisch optimistisch" und stützt diese Einschätzung auf gleich fünf Argumente:

  • Ein widerstandsfähiges makroökonomisches Umfeld, angeführt vom privaten Konsum
  • Starke Unternehmensgewinne
  • Erneutes Interesse an Technologiewerten, das US-Indizes an der Spitze der entwickelten Märkte halten soll
  • Das Potenzial für Abkommen zwischen den Staatschefs Xi und Trump, die Spannungen und Kosten reduzieren könnten
  • Eine mögliche Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus

Diese Kombination aus soliden Fundamentaldaten und geopolitischen Entspannungssignalen gibt JPMorgan Grund zur Zuversicht – trotz der lauten Bärenstimmen unter den eigenen Kunden.

Optionsmarkt sendet bullische Signale

Auch der Blick auf den Optionsmarkt stützt die optimistische Haltung. Amy Wu Silverman von der Royal Bank of Canada erklärte am Dienstag gegenüber CNBC, sie beobachte derzeit „historische" Käufe von Call-Optionen. Call-Optionen geben dem Käufer das Recht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu erwerben – ein verstärkter Kauf solcher Instrumente gilt als Zeichen dafür, dass Marktteilnehmer auf steigende Kurse setzen.

Zusätzlichen Rückenwind für die Verbraucher und damit für die Konjunktur sieht JPMorgan durch den sogenannten „One Big Beautiful Bill Act". Die Bank geht davon aus, dass Verbraucher dank dieses Gesetzes weiterhin in guter Verfassung bleiben werden – ein wichtiger Stützpfeiler für das Wirtschaftswachstum.

„Wir glauben, dass das optimistische Szenario Bestand hält, bis es zu einer Änderung der Fundamentaldaten oder einer extremen Veränderung der Positionierung kommt", so die Händler von JPMorgan. Für deutsche Anleger, die den US-Markt im Blick behalten, liefert diese Einschätzung einer der größten Banken der Welt zumindest einen Grund, nicht vorschnell in Panik zu verfallen – auch wenn die geopolitischen Risiken real bleiben.

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