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JPMorgan hebt KOSPI-Ziel auf 12.500 Punkte an

KI-Chips und Rechenzentren beflügeln Südkoreas Börse – JPMorgan sieht trotz Volatilität bullishes Potenzial.

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JPMorgan hebt KOSPI-Ziel auf 12.500 Punkte an

JPMorgan hat am Donnerstag sein Jahresendziel für den südkoreanischen KOSPI-Index deutlich angehoben. Die US-Investmentbank begründet den Schritt mit dem anhaltenden Boom bei künstlicher Intelligenz und dem globalen Ausbau von Rechenzentren. Trotz erhöhter Volatilität an den lokalen Märkten sieht JPMorgan eine „tendenziell bullishe" Sichtweise für Südkorea.

Das neue Kursziel liegt bei 12.500 Punkten zum Jahresende – eine Anhebung gegenüber dem bisherigen Ziel von 9.000 Punkten. Gemessen am Schlussstand des KOSPI vom Mittwoch entspricht das einem Aufwärtspotenzial von fast 48 Prozent. Darüber hinaus legte JPMorgan ein Bull-Case-Szenario fest, wonach der KOSPI bis Ende 2026 sogar die Marke von 15.000 Punkten erreichen könnte.

KOSPI: Weltbester Aktienindex im Jahr 2026

Der KOSPI ist laut JPMorgan der weltweit am besten performende Aktienindex im laufenden Jahr 2026. Der Index legte dank einer beeindruckenden Rallye bei lokalen Chipwerten um mehr als 100 Prozent zu. Im Zentrum dieser Bewegung stehen die beiden südkoreanischen Speicherchip-Giganten SK Hynix und Samsung Electronics, die massiv von der enormen Nachfrage nach Speicherchips in der KI-Branche profitieren.

Der positive Ausblick von JPMorgan basiert auf einer Fortsetzung dieses Trends. Die Investmentbank erwartet zudem, dass das Wachstum in KI-nahen Sektoren wie der Industrie die lokalen Märkte weiter beflügeln wird. Dies wiederum soll sich positiv auf Finanzwerte auswirken, während laufende Governance-Reformen den Index zusätzlich stützen sollen.

„Es ist bemerkenswert, dass die Gewinne der Tech-Unternehmen, die am Ausbau der KI-Rechenzentren beteiligt sind, mittlerweile groß genug sind, um auf makroökonomischer Ebene von Bedeutung zu sein. Dies schafft einen Wohlstandszuwachs nicht nur für Unternehmen und Haushalte, sondern sogar für den Staat", schrieb JPMorgan in einer Mitteilung.

Rekordabflüsse ausländischer Investoren als Risikofaktor

Trotz des optimistischen Ausblicks warnt JPMorgan vor anhaltenden Risiken. Erzwungene Verkäufe durch ausländische Investoren an den lokalen Märkten sowie erhöhte Volatilität dürften in den kommenden Monaten anhalten. Die Investmentbank wies darauf hin, dass ausländische Investoren im Jahr 2026 bisher einen Rekordbetrag von 95 Milliarden US-Dollar aus Korea abgezogen haben – ein Phänomen, das JPMorgan als „Opfer seines eigenen Erfolgs" bezeichnete.

Als möglichen Gegenimpuls sieht JPMorgan jedoch das Potenzial bei heimischen Privatanlegern. Die Bank sieht bei dieser Gruppe noch deutlich mehr Spielraum für Käufe, was als Katalysator für weitere Kursgewinne im laufenden Jahr wirken könnte. Südkorea bleibt laut JPMorgan der bevorzugte Markt in der gesamten Region.

Für deutsche Anleger, die in südkoreanische Aktien oder entsprechende ETFs investiert sind, unterstreicht die JPMorgan-Analyse die zentrale Rolle, die KI-Infrastruktur und Speicherchips als Wachstumstreiber an den asiatischen Märkten spielen. Die Entwicklungen bei Samsung Electronics und SK Hynix sind dabei besonders relevant, da beide Unternehmen auch in vielen globalen Technologie-ETFs vertreten sind.

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