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JPMorgan enttäuscht zum Auftakt der US-Banken-Saison

Die US-Großbank JPMorgan Chase hat mit schwachen Quartalszahlen die Berichtssaison der Finanzinstitute eingeläutet. Die Aktie verlor 4,2 Prozent, nachdem überraschend rückläufige Investment-Banking-Gebühren und hohe Belastungen aus der Apple-Kreditkartenü

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JPMorgan enttäuscht zum Auftakt der US-Banken-Saison

Die Quartalsberichte der US-Banken sind traditionell ein wichtiger Gradmesser für die Verfassung der Finanzmärkte. Umso größer war die Enttäuschung, als JPMorgan Chase am Dienstag mit seinen Zahlen hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Aktie des Dow-Jones-Schwergewichts sackte um 4,2 Prozent ab und belastete damit den gesamten US-Leitindex, der 398 Punkte oder 0,9 Prozent verlor.

Investment-Banking schwächelt unerwartet

Besonders überraschend war der Rückgang der Investment-Banking-Gebühren, einem traditionell lukrativen Geschäftsfeld der Großbank. Analysten hatten angesichts der robusten Kapitalmarktaktivität eigentlich mit steigenden Erträgen gerechnet. Zusätzlich belastete die Übernahme des Apple-Kreditkartenprogramms die Bilanz erheblich. JPMorgan hatte die Partnerschaft mit dem iPhone-Konzern übernommen, musste dafür aber offenbar einen hohen Preis zahlen.

Technologiewerte unter Druck

Neben den schwachen Bankenzahlen gerieten auch die großen Technologieaktien unter Verkaufsdruck. Der S&P 500 gab um 0,2 Prozent nach, wobei die Megacap-Technologiewerte besonders litten. Hintergrund waren Äußerungen von US-Präsident Trump zur Finanzierung von KI-Rechenzentren.

Trump fordert Kostenbeteiligung bei KI-Infrastruktur

Trump stellte klar, dass Unternehmen, die massive Rechenzentren für künstliche Intelligenz errichten, "ihre eigenen Kosten tragen" müssten. Damit soll verhindert werden, dass steigende Energiekosten auf die Verbraucher abgewälzt werden. <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft reagierte prompt und kündigte eine entsprechende Zusage an, verlor aber dennoch 1,4 Prozent an Wert. Investoren befürchten, dass die zusätzlichen Infrastrukturkosten die Margen der Technologiekonzerne belasten könnten.

Auch andere Tech-Riesen wie Amazon, Meta Platforms und Oracle mussten Kursverluste hinnehmen. Die Unsicherheit über die künftige Kostenstruktur im KI-Bereich belastet derzeit die gesamte Branche.

Ausblick auf die Berichtssaison

Der schwache Start von JPMorgan dämpft die Erwartungen für die laufende Berichtssaison der US-Banken. In den kommenden Tagen werden weitere Institute wie Goldman Sachs, Bank of America und Citigroup ihre Zahlen vorlegen. Anleger werden besonders auf die Entwicklung der Investment-Banking-Erträge und die Kreditqualität achten.

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