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JPMorgan-Chef Dimon warnt vor Zinsdeckel bei Kreditkarten

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, kritisiert Trumps Vorschlag für eine Zinsobergrenze bei Kreditkarten scharf. 80 Prozent der Amerikaner würden ihren Kreditzugang verlieren, warnt der Bankenchef in Davos.

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JPMorgan-Chef Dimon warnt vor Zinsdeckel bei Kreditkarten

Jamie Dimon, Chef der größten US-Bank JPMorgan Chase, hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für eine Zinsobergrenze bei Kreditkarten als wirtschaftliche Katastrophe bezeichnet. "Es würde 80 Prozent der Amerikaner den Zugang zu Krediten entziehen, und das ist ihr Reservekredit", sagte Dimon auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Trump hatte Anfang Januar eine solche Obergrenze über seine Social-Media-Plattform gefordert, ohne jedoch Details zur Umsetzung zu nennen. Der Vorschlag kam überraschend und ließ die Bankaktien deutlich fallen. Der Präsident steht vor den diesjährigen Kongresswahlen unter Druck, die Sorgen der Wähler bezüglich der Lebenshaltungskosten anzugehen.

Geringe Chancen auf Umsetzung

Wall-Street-Analysten bewerten die Realisierungschancen des Plans als gering. Eine solche Maßnahme würde eine Gesetzgebung erfordern und hat nach Einschätzung von Experten nur geringe Aussichten auf Genehmigung durch den Kongress. Auch Jane Fraser, CEO von Citigroup, erklärte in einem CNBC-Interview aus Davos, sie erwarte keine Zustimmung des Kongresses.

Bankenverbände wehren sich entschieden

Verbände der Bankenbranche haben sich vehement gegen den Vorschlag positioniert. Sie argumentieren, dass eine Zinsobergrenze den Kreditzugang für normale Verbraucher massiv beeinträchtigen würde. Dimon warnte: "Diejenigen, die am meisten darunter leiden werden, sind nicht die Kreditkartenunternehmen; es werden die Restaurants, Einzelhändler, Reiseunternehmen, Schulen und Kommunen sein."

Hohe Zinsen kompensieren Ausfallrisiko

Kreditkarten generieren hohe Renditen für Banken, die hohe Zinssätze verlangen, um das größere Ausfallrisiko bei den unbesicherten Kartendarlehen zu kompensieren. Analysten schlagen vor, dass Kartenanbieter mit innovativen Angeboten reagieren könnten: niedrigere Zinssätze für bestimmte Kunden, Basis-Karten mit 10 Prozent Zinsen ohne Prämien oder niedrigere Kreditlimits.

Dimon warnte eindringlich vor den Folgen: "Die Menschen werden ihre Wasserrechnungen nicht bezahlen können, diese Zahlung und jene Zahlung." Er schlug vor, die Maßnahme zunächst testweise in den US-Bundesstaaten Vermont und Massachusetts umzusetzen. Fraser von Citigroup räumte ein: "Der Präsident hat Recht, sich auf die Erschwinglichkeit zu konzentrieren. Aber eine Deckelung der Zinssätze wäre nicht gut für die US-Wirtschaft."

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