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Jerome Powell verabschiedet sich von seiner letzten Fed-Pressekonferenz

Der scheidende Fed-Chef übergibt Mitte Juni die Führung an Kevin Warsh und bleibt als Gouverneursratsmitglied.

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Jerome Powell verabschiedet sich von seiner letzten Fed-Pressekonferenz

Fed-Vorsitzender Jerome Powell hat am Mittwoch seine letzte Pressekonferenz in dieser Funktion abgehalten. Gegenüber Reportern erklärte er, er werde sie beim nächsten Mal nicht mehr in dieser Rolle sehen – die Führung der US-Notenbank übergibt er Mitte Juni an seinen Nachfolger Kevin Warsh.

Powell zog eine positive Bilanz seiner Amtszeit. Er sei stolz auf die gemeinsam mit seinen Kollegen geleistete Arbeit, betonte der scheidende Notenbankchef. Besonders hob er hervor, dass die Märkte die Glaubwürdigkeit der Fed in Bezug auf ihr Inflationsziel von 2 Prozent weiterhin einpreisen – und dass diese Glaubwürdigkeit nicht nachgelassen habe.

Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig

Powell zeichnete ein vergleichsweise optimistisches Bild der US-Konjunktur. Die Wirtschaft überwinde Schock um Schock, während die Verbraucher weiterhin konsumieren, so Powell. Beim jüngsten Anstieg der Benzinpreise habe die Fed bisher kaum eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität beobachtet.

Diese Einschätzung ist für Anleger und Marktbeobachter von Bedeutung, da die Konsumausgaben in den USA traditionell eine tragende Säule des Wirtschaftswachstums darstellen. Eine anhaltende Konsumbereitschaft trotz höherer Energiepreise signalisiert eine gewisse Robustheit der amerikanischen Wirtschaft.

Unabhängigkeit der Fed im Fokus

Ein zentrales Thema war die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Powell plant, nach dem Auslaufen seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai weiterhin als Mitglied des Gouverneursrats der Fed tätig zu bleiben. Als Grund nannte er ausdrücklich seine Sorgen über die anhaltenden Angriffe der Trump-Administration auf die Unabhängigkeit der Notenbank.

Gleichzeitig machte Powell deutlich, dass er seinen Nachfolger nicht untergraben werde. Er deutete an, dass er nicht versuchen werde, Warsh als neuen Vorsitzenden zu behindern oder zu schwächen. Damit signalisiert Powell einen geordneten Übergang an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt.

Wenn die Fed Mitte Juni das nächste Mal zur Festlegung der Geldpolitik zusammenkommt, wird Kevin Warsh die Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung leiten. Für deutsche Anleger ist dieser Führungswechsel von erheblicher Bedeutung, da die Entscheidungen der Fed maßgeblichen Einfluss auf globale Kapitalmärkte, Wechselkurse und damit auch auf europäische Investments haben.

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