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IWF lobt US-Wirtschaft: Inflation soll bis 2027 sinken

Der IWF bescheinigt den USA solides Wachstum und erwartet, dass die Inflation bis Ende 2027 das Fed-Ziel von 2% erreicht.

• 2 Min
IWF lobt US-Wirtschaft: Inflation soll bis 2027 sinken

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der US-Wirtschaft ein positives Zeugnis ausgestellt. IWF-Sprecherin Julie Kozack erklärte am Donnerstag im Rahmen einer regulären Pressekonferenz, dass die Vereinigten Staaten eine solide Wachstumsdynamik beibehalten hätten. Gleichzeitig prognostizierte der IWF, dass die Inflation bis Ende 2027 das Ziel der US-Notenbank Federal Reserve von 2% erreichen werde.

Kozack verwies dabei auf aktuelle Konjunkturdaten, die am selben Tag veröffentlicht wurden. Demnach wurde das BIP-Wachstum der USA im ersten Quartal von einer zuvor gemeldeten Rate von 1,6% auf eine annualisierte Rate von 2,1% nach oben korrigiert. Eine solche Aufwärtsrevision signalisiert eine robustere Wirtschaftsleistung als zunächst angenommen.

Starke Fundamentaldaten trotz anhaltender Inflation

Als Treiber des Wachstums nannte Kozack mehrere Faktoren: Der Staatskonsum habe sich erholt, die Investitionen seien stark geblieben und die Arbeitsproduktivität halte sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die IWF-Sprecherin bezeichnete die USA im Vergleich zu anderen globalen Volkswirtschaften ausdrücklich als „Ausreißer" – ein Hinweis darauf, dass die amerikanische Wirtschaft derzeit besser dasteht als viele ihrer internationalen Pendants.

Trotz dieser positiven Einschätzung liegt die Inflation in den USA nach wie vor über dem Zielwert der Federal Reserve. Der IWF geht jedoch davon aus, dass sich die Teuerungsrate im Laufe der Zeit abschwächen wird. Eine konkrete Zeitlinie nennt der Fonds: Bis Ende 2027 soll die Inflation das angestrebte Niveau von 2% erreichen.

IWF unterstützt Fed-Entscheidung zur Zinspause

Vor diesem Hintergrund sprach sich der IWF klar für die jüngste geldpolitische Entscheidung der Fed aus. „Aufgrund dieser Dynamik halten wir die Entscheidung der Fed, den Leitzins unverändert zu lassen, für angemessen. Alle weiteren geldpolitischen Maßnahmen der Fed müssen mit Vorsicht erfolgen und sorgfältig auf die eingehenden Daten abgestimmt werden", sagte Kozack.

Die Federal Reserve hatte den Leitzins in der vergangenen Woche stabil gehalten – es war die erste Zinsentscheidung unter der Leitung des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh. Kozack lobte ausdrücklich dessen Engagement für die Erreichung von Preisstabilität. Für Anleger und Märkte ist die Haltung des IWF ein wichtiges Signal: Eine vorschnelle Zinssenkung gilt demnach als nicht angebracht, solange die Inflation noch nicht nachhaltig auf das Zielniveau gesunken ist.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung in den USA von besonderer Relevanz. Die Geldpolitik der Fed beeinflusst maßgeblich die globalen Kapitalströme, den Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar sowie die Renditen an den internationalen Anleihemärkten. Eine länger anhaltende Hochzinsphase in den USA kann Kapital aus anderen Regionen abziehen und den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöhen.

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