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IWF-Chefin Georgieva verteidigt Fed-Chef Powell

Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgieva, hat sich klar hinter Jerome Powell gestellt. Die Unabhängigkeit der Zentralbanken sei entscheidend für wirtschaftliche Stabilität.

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IWF-Chefin Georgieva verteidigt Fed-Chef Powell

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, hat dem unter Druck stehenden Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, ihre volle Unterstützung ausgesprochen. In einem Interview mit Reuters betonte sie die fundamentale Bedeutung der Zentralbankunabhängigkeit für die globale Wirtschaft.

Klares Bekenntnis zur Zentralbankunabhängigkeit

Georgieva erklärte, es gebe reichlich Beweise dafür, dass die Unabhängigkeit von Zentralbanken im Interesse von Unternehmen und Haushalten wirke. "Ich habe mit Jay Powell zusammengearbeitet. Er ist ein sehr guter Fachmann, ein sehr anständiger Mann, und ich denke, sein Ansehen unter seinen Kollegen spricht Bände", sagte die IWF-Chefin. Eine evidenzbasierte, datengestützte Entscheidungsfindung sei gut für die Wirtschaft.

Untersuchung wegen Renovierungskosten

Hintergrund der Unterstützungserklärung ist eine Untersuchung der Trump-Administration gegen Powell. Der Fed-Chef sieht sich Vorwürfen wegen Kostenüberschreitungen bei einem 2,5 Milliarden Dollar teuren Renovierungsprojekt zweier historischer Gebäude im Hauptquartier der Fed in Washington gegenüber. Powell weist jegliches Fehlverhalten zurück und bezeichnet die Maßnahmen als Vorwand, um ihn unter Druck zu setzen.

Politischer Druck auf die Fed

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat Powells Führung wiederholt kritisiert und ihm vorgeworfen, die Zinsen zu langsam zu senken. Am Mittwoch wies Trump Bedenken zurück, dass die Aushöhlung der Zentralbankunabhängigkeit den US-Dollar schwächen und Inflation auslösen könnte. "Das ist mir egal", sagte Trump gegenüber Reuters.

Internationale Kritik an Trump

Die Untersuchung gegen Powell hat weitreichende Kritik ausgelöst – sowohl von wichtigen Mitgliedern der Republikanischen Partei im US-Senat als auch von ausländischen Wirtschaftsvertretern, Investoren und ehemaligen US-Regierungsbeamten beider politischen Lager. Auch ehemalige EZB-Chefin Christine Lagarde und andere große Zentralbanken haben ein Unterstützungsschreiben für Powell unterzeichnet.

Fed entscheidend für globale Stabilität

Georgieva betonte die besondere Bedeutung der Fed für die Weltwirtschaft. Der IWF prüfe Themen wie monetäre und finanzielle Stabilität sowie die Stärke der Institutionen eines Landes sorgfältig. "Es wäre sehr gut, wenn die Einsicht vorhanden wäre, dass die Fed für die Amerikaner wertvoll ist. Sie ist sehr wichtig für den Rest der Welt", sagte sie. Angesichts der Rolle des US-Dollars als Reservewährung sei man besonders an der Federal Reserve interessiert.

Weitere Konflikte drohen

Trump hat auch versucht, das Fed-Mitglied Lisa Cook zu entlassen. Cook hat ihre Entlassung gerichtlich angefochten. Der Fall wird in der kommenden Woche vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelt und könnte weitreichende Folgen für die Unabhängigkeit der Notenbank haben.

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