Iran-Krieg verunsichert Wall Street: Dow, S&P und Nasdaq im Minus
Geopolitische Unsicherheit belastet die US-Börsen – Ölpreise steigen kräftig, während Anleger Kriegssignale aus dem Nahen Osten deuten.

Die Wall Street hat am Dienstag keine klare Richtung gefunden. Nach der Kursrallye vom Montag schwankten die wichtigsten US-Indizes über weite Strecken zwischen Gewinnen und Verlusten, bevor sie letztlich im Minus schlossen. Auslöser der Verunsicherung ist der anhaltende Iran-Krieg, dessen weiterer Verlauf für Marktteilnehmer schwer einzuschätzen bleibt.
Der Dow Jones Industrial Average verlor 84 Punkte oder 0,2 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,4 Prozent nach, während der technologielastige Nasdaq mit einem Minus von 0,8 Prozent besonders stark unter Druck stand. Für deutsche Anleger, die in US-Aktien investiert sind, verstärkt der schwächere Dollar die Kursverluste zusätzlich.
Ölpreise schießen nach oben
Die geopolitischen Spannungen trieben die Energiepreise deutlich in die Höhe. Die Terminkontrakte für die Nordseesorte Brent zur Lieferung im nächsten Monat stiegen um 4,6 Prozent auf 104,49 US-Dollar pro Barrel. Die US-amerikanischen Nymex-Rohöl-Futures legten sogar um 4,8 Prozent auf 92,35 Dollar zu – ein klares Signal dafür, dass die Märkte eine Eskalation des Konflikts einpreisen.
Hohe Ölpreise treffen die deutsche Wirtschaft besonders hart, da Deutschland stark von Energieimporten abhängig ist. Steigende Rohölnotierungen erhöhen den Inflationsdruck und belasten energieintensive Industrien sowie Verbraucher an der Tankstelle.
US-Militär verlegt Elitetruppen in den Nahen Osten
Das Wall Street Journal berichtete unterdessen, dass die USA eine Brigade-Kampfgruppe mit rund 3.000 Soldaten der 82. Luftlandedivision – einer der renommiertesten Eliteeinheiten der US-Armee – in den Nahen Osten entsenden wollen. Diese Meldung dürfte die Unsicherheit an den Märkten in den kommenden Handelstagen weiter anheizen.
Für Investoren bleibt die Lage unübersichtlich. Solange keine Klarheit über den Ausgang des Konflikts besteht, ist mit erhöhter Volatilität an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu rechnen. Defensive Sektoren und Energiewerte könnten in diesem Umfeld weiterhin gefragt bleiben.
