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IPO-Comeback 2025: Diese Unternehmen wagen den Börsengang

Nach mageren sieben Börsengängen in Frankfurt 2024 könnte sich das Blatt wenden. Niedrige Zinsen, steigende Kurse und eine aufgestaute Pipeline machen Hoffnung auf mehr IPOs.

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IPO-Comeback 2025: Diese Unternehmen wagen den Börsengang

Das Jahr 2024 war für den deutschen Kapitalmarkt eine Enttäuschung: Während weltweit 1.260 Unternehmen ihr Aktiendebüt feierten, wagten sich gerade einmal sieben an die Frankfurter Börse. Doch für 2025 mehren sich die Anzeichen einer Trendwende.

Optimale Rahmenbedingungen für IPOs

Die Konstellation für Börsengänge könnte kaum besser sein. "Die Aktienkurse steigen, die Zinsen sind niedrig", erklärt Martin Steinbach von der Beratungsgesellschaft EY. Hinzu komme ein erheblicher Nachholeffekt. Viele Unternehmen hätten ihre Börsenpläne aufgeschoben und blieben länger in privater Hand. "Sie könnten sich entscheiden, dass dieses Jahr der richtige Zeitpunkt ist."

Tatsächlich hatten namhafte Kandidaten ihre IPO-Pläne 2024 in letzter Minute auf Eis gelegt. Der Arzneimittelhersteller Stada, das Medizintechnik-Unternehmen Brainlab und der Autoersatzteilhändler Autodoc zogen ihre Börsengänge zurück. Die Gründe reichen von der Scheu vor Transparenzpflichten bis hin zu ungünstigen Marktbedingungen.

Investoren meiden Mid-Caps

Oliver Roth vom Bankhaus Oddo BHF sieht ein strukturelles Problem: "In Europa und explizit in Deutschland investieren Risikokapitalgeber nicht wirklich in neue Unternehmen." Besonders schwierig sei es für Firmen der zweiten und dritten Reihe, wo die Handelsumsätze gering sind. "Wenn man in so ein mittleres Unternehmen investiert, kommt man schwierig wieder raus."

Die Zurückhaltung hat auch psychologische Gründe. Niemand will als Erster das Risiko eingehen. "Viele schauen nach dem Eisbrecher und wollen dann in einem positiven Fahrwasser folgen", so Steinbach. Ein erfolgreiches IPO könnte also eine Kettenreaktion auslösen.

Erste Kandidaten stehen bereit

Die ersten mutigen Kandidaten haben sich bereits positioniert. Der österreichische Energietechnik-Zulieferer Asta Energy Solutions peilt einen Börsengang bis Ende März an. Die Krypto-Handelsplattform Bitpanda will Berichten zufolge im ersten Halbjahr folgen. Als potenzieller Blockbuster gilt der Aufzugshersteller TK Elevator, die ehemalige Thyssenkrupp-Sparte. Laut Bloomberg könnte dies einer der größten europäischen IPOs seit Jahren werden.

KI und Weltraum im Fokus

Die Branchentrends sind eindeutig. "Die Top-Themen sind natürlich Künstliche Intelligenz", betont Steinbach. Dabei gehe es nicht nur um reine KI-Entwickler, sondern um alle Branchen, die KI in ihre Geschäftsmodelle integrieren. Auch neue Technologien wie die Erschließung des Weltraums stünden hoch im Kurs.

Diese disruptiven Geschäftsmodelle versprechen hohe Wertsteigerungen und wecken das Interesse spezialisierter Investoren. "Tech-Investoren sind sehr interessiert an neuen Geschäftsmodellen an der Börse", so der EY-Experte.

New York bleibt Magnet für Mega-IPOs

Die ganz großen Fische dürften allerdings erneut New York bevorzugen. Elon Musks Weltraumunternehmen SpaceX steht vor dem Börsengang, ebenso wie der ChatGPT-Erfinder OpenAI. Für Frankfurt bedeutet das: Der Kampf um attraktive IPOs bleibt eine Herausforderung – doch die Chancen auf eine Belebung stehen so gut wie lange nicht.

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