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Investoren fordern Ablösung der N26-Gründer

BaFin entdeckt neue Mängel, Gründer verweisen auf Gewinne und Wachstum

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Investoren fordern Ablösung der N26-Gründer

Die Gründer der Smartphonebank N26 sehen sich mit massiven Forderungen ihrer Investoren konfrontiert, die ihre Ablösung verlangen. Gleichzeitig hat die Finanzaufsicht BaFin erneut Mängel im Geschäft des Unternehmens festgestellt. In einer internen Mail, die am Donnerstag an die Mitarbeiter verschickt wurde, versuchten die Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gemeinsam mit Finanzvorstand Arnd Schwierholz die Situation herunterzuspielen. Sie betonten, es handle sich lediglich um Spekulationen über die Führungsebene, wie sie bei jedem Unternehmen mit öffentlicher Aufmerksamkeit üblich seien.

Die Mail, die der WirtschaftsWoche zugespielt wurde, wurde exakt um 13:59 Uhr verschickt und auf Englisch verfasst. Darin erklärten die Vorstände, sie seien dem Unternehmen voll und ganz verpflichtet und sähen keinen Anlass für personelle Veränderungen. Begleitet wurde diese Botschaft von einem Verweis auf die Geschäftserfolge der Bank. Genannt wurden der erste Quartalsgewinn im vergangenen Jahr, ein steigender Umsatz sowie die positive Resonanz auf die neu eingeführten eSIM-Karten, von denen wöchentlich mehr als 2.000 Stück verkauft würden. Außerdem berichteten die Gründer, Kunden könnten in diesem Jahr Wertpapiergeschäfte im Umfang von über vier Milliarden Euro abwickeln.

Während die Erfolgszahlen ausführlich dargestellt wurden, blieb die Reaktion auf die neuen Beanstandungen der Finanzaufsicht vage. Die Mail bezeichnete N26 als vollständig reguliertes Finanzinstitut, das regelmäßig mit verschiedenen Aufsichtsbehörden in Kontakt stehe. Prüfungen seien für Banken gängige Praxis. Erst danach folgte die Aussage, dass man allen Feststellungen umfassend und prioritär nachgehe. Konkreter hieß es lediglich, Teams hätten sich in diesem Jahr besonders auf das Risikomanagement konzentriert und machten gute Fortschritte.

Die BaFin hatte zuletzt Mängel im niederländischen Immobilienkreditgeschäft sowie im Risikomanagement festgestellt. Darüber hinaus gibt es Zweifel der Aufseher, ob die Gründer in ihrer Funktion als Bankvorstände geeignet sind. Diese Einschätzung gilt als außergewöhnlich, da die Behörde nur selten die grundsätzliche Eignung von Führungspersonal infrage stellt.

Neben der Mail sorgte auch eine Mitarbeiterversammlung am selben Tag für Gesprächsstoff. Eine Angestellte berichtete, die Veranstaltung habe vor allem aus allgemeinen Aussagen und PR-Floskeln bestanden. Wiederholt hätten Stalf und Tayenthal betont, dass Prüfungen durch die Aufsicht normal seien. Besonders Aufmerksamkeit erregte die Frage eines Mitarbeiters, ob Investoren womöglich Informationen an die Presse weitergegeben hätten, um Veränderungen bei N26 zu erzwingen. Die Gründer reagierten darauf mit einem Lachen, was von einer Mitarbeiterin als stilles Eingeständnis gewertet wurde.

Eine Sprecherin der Bank bestätigte, dass am 14. August sowohl eine schriftliche interne Kommunikation als auch eine Fragerunde mit dem Vorstand stattgefunden habe. Es sei dabei um die Medienberichte sowie um die positive Entwicklung von N26 gegangen. Weitere Details zu den internen Abläufen wollte das Unternehmen jedoch nicht nennen.

N26BankensektorBaFin

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