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Invesco RSP ETF: Der unterschätzte Weg in den S&P 500

Der gleichgewichtete S&P 500 ETF von Invesco bietet weniger Technologierisiko und überzeugt mit starker Langfristperformance seit 2003.

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Invesco RSP ETF: Der unterschätzte Weg in den S&P 500

Der S&P 500 gilt als eine der effektivsten Methoden, am Aktienmarkt zu investieren. Er bildet rund 500 der größten börsennotierten US-Unternehmen ab und ist die erste Wahl für Millionen passiver Anleger weltweit. Doch es gibt eine wenig beachtete Alternative, die gerade im aktuellen Marktumfeld besonders interessant erscheint: der Invesco S&P 500 Equal Weight ETF (RSP).

Im Gegensatz zum klassischen S&P 500, der nach Marktkapitalisierung gewichtet ist, verleiht der RSP jedem der rund 500 enthaltenen Unternehmen exakt dasselbe Gewicht. Das klingt nach einer kleinen technischen Nuance – hat aber erhebliche Auswirkungen auf das Risikoprofil und die Renditestruktur des Investments.

Weniger Abhängigkeit vom Technologiesektor

Beim Standard-S&P 500 machen die zehn größten Positionen über 39 % des gesamten Index aus. Wie sich diese Schwergewichte entwickeln, so entwickelt sich auch der Index. Beim RSP hingegen kommen dieselben zehn Unternehmen zusammen auf lediglich 2 % Gewichtung. Das ist ein fundamentaler Unterschied.

Besonders relevant ist das beim Technologiesektor: Technologieaktien machen beim klassischen S&P 500 satte 38,6 % aus – beim RSP sind es nur 19 %. Da Technologiewerte aktuell als erheblich überbewertet gelten, birgt der konzentrierte Index ein höheres Rückschlagrisiko. Der RSP verteilt dieses Risiko breiter auf alle anderen Sektoren.

Ein konkretes Beispiel liefert das Börsenjahr 2022. Damals brachen viele der sogenannten „Magnificent Seven"-Aktien massiv ein und verloren zwischen 26 % und 65 % ihres Wertes. Der klassische S&P 500 schloss das Jahr mit einem Minus von über 19 %. Der RSP beendete 2022 zwar ebenfalls im Minus, kam aber mit einem Rückgang von „nur" 13 % deutlich besser durch den Bärenmarkt. Die Gleichgewichtung dämpfte den Schlag spürbar ab.

Langfristige Renditen seit Auflegung 2003

In den vergangenen zehn Jahren hat der Standard-S&P 500 den RSP klar übertroffen – getrieben vom enormen Wachstum großer Technologiekonzerne. Wer also in der Dekade des Tech-Booms auf den klassischen Index gesetzt hat, lag richtig.

Betrachtet man jedoch den gesamten Zeitraum seit der Auflegung des RSP im April 2003, dreht sich das Bild leicht um. Bis zum 23. Juni 2026 legte der RSP um 716 % zu, was einer jährlichen Rendite von 9,5 % entspricht. Der klassische S&P 500 erzielte im selben Zeitraum 703 % beziehungsweise 9,4 % jährlich. Der gleichgewichtete Ansatz hat also langfristig die Nase vorn.

Wichtig ist dabei: Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Kurzfristige Prognosen sind für beide Indizes schlicht nicht möglich. Dennoch zeigt die Bilanz, dass der RSP attraktive Renditen erzielen kann – ohne das erhöhte Konzentrationsrisiko des klassischen S&P 500 einzugehen.

Ergänzung statt Ersatz im Portfolio

Da beide ETFs letztlich dieselben Unternehmen enthalten, nur unterschiedlich gewichtet, können Anleger RSP und einen klassischen S&P 500 ETF gleichzeitig im Portfolio halten, ohne sich über zu große Überschneidungen Sorgen machen zu müssen. Die unterschiedliche Gewichtung sorgt für eine echte Diversifikation zwischen beiden Produkten.

Dennoch sollten Anleger den RSP eher als Ergänzung denn als Kernbaustein ihres Portfolios betrachten. Für die Rolle des zentralen Indexfonds eignet sich ein klassischer S&P 500 ETF nach wie vor besser. Der RSP ist jedoch eine sinnvolle Beimischung – besonders für jene, die ihr Technologierisiko bewusst reduzieren möchten und auf eine breitere Sektorenverteilung setzen wollen.

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