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Intuit entlässt 17 Prozent der Belegschaft und setzt auf KI

Rund 3.000 Mitarbeiter in sieben Ländern verlieren ihren Job – der Kurs der Intuit-Aktie fiel daraufhin um 3,9 Prozent.

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Intuit entlässt 17 Prozent der Belegschaft und setzt auf KI

Die Aktien von Intuit (Nasdaq: INTU) gaben am Mittwoch um 3,9 Prozent nach, nachdem Reuters über massive Stellenstreichungen beim US-Softwarekonzern berichtet hatte. Laut einer internen Mitteilung plant das Unternehmen, rund 17 Prozent seiner weltweiten Belegschaft abzubauen. Betroffen sind etwa 3.000 Mitarbeiter in sieben Ländern.

CEO Sasan Goodarzi begründete den Schritt mit dem Ziel, die Komplexität im Unternehmen zu verringern und Abläufe zu rationalisieren. Gleichzeitig sollen Ressourcen verstärkt auf die KI-Initiativen des Unternehmens ausgerichtet werden. Intuit beschäftigte zum 31. Juli 2025 nach eigenen Angaben rund 18.200 Mitarbeiter weltweit.

Strategische Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz

Intuit hat mehrjährige Partnerschaften mit den KI-Schwergewichten OpenAI und Anthropic geschlossen, um deren Modelle ChatGPT und Claude in seine Software zu integrieren. Darüber hinaus will das Unternehmen seine eigenen Kapazitäten in den Bereichen Steuern, Finanzen, Buchhaltung und Marketing in diese KI-Plattformen einbinden. Der Stellenabbau ist damit klar als strategische Neuausrichtung in Richtung Künstliche Intelligenz zu verstehen.

Intuit ist vor allem bekannt für seine Finanz- und Steuersoftware, darunter Produkte wie TurboTax und QuickBooks, die weltweit von Privatpersonen und kleinen Unternehmen genutzt werden. Für deutsche Anleger ist das Unternehmen ein bedeutender Akteur im globalen Fintech-Segment und an der NASDAQ gelistet.

Abfindungsregelungen für betroffene Mitarbeiter

Die betroffenen US-Mitarbeiter werden bis zum 31. Juli im Unternehmen verbleiben. Als Abfindung erhalten sie 16 Wochen Grundgehalt sowie zusätzlich zwei Wochen Gehalt für jedes Jahr ihrer Betriebszugehörigkeit bei Intuit. Diese Regelung gilt zumindest für die amerikanischen Beschäftigten; Details zu den Konditionen in den anderen sechs betroffenen Ländern wurden nicht genannt.

Der Zeitpunkt der Bekanntmachung ist bemerkenswert: Intuit sollte seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal genau an dem Tag veröffentlichen, an dem das interne Memo publik wurde. Dies dürfte die Aufmerksamkeit der Märkte zusätzlich auf das Unternehmen gelenkt haben.

Branchentrend: Tech-Konzerne bauen Stellen ab

Intuit reiht sich mit diesem Schritt in eine wachsende Liste großer Technologieunternehmen ein, die zuletzt Stellen abgebaut haben. Unternehmen wie Block, Amazon und Pinterest haben ebenfalls Entlassungen vorgenommen, wobei mehrere Firmen explizit auf Effizienzsteigerungen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verwiesen. Der Trend zeigt, dass KI nicht nur neue Jobs schafft, sondern in vielen Bereichen auch bestehende Stellen ersetzt oder überflüssig macht.

Für Anleger bleibt abzuwarten, wie sich die strategische Neuausrichtung auf die mittelfristige Geschäftsentwicklung von Intuit auswirkt. Die Reaktion des Marktes mit einem Kursminus von 3,9 Prozent deutet darauf hin, dass Investoren die Nachricht zunächst kritisch aufgenommen haben.

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