ANZEIGE

Intel vor Quartalszahlen: Analysten sehen geteilte Anlegerstimmung

Vor der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am Donnerstag zeigt sich bei Intel eine gespaltene Investorenstimmung. Während optimistische Anleger auf einen Durchbruch bei der 18A-Prozesstechnologie setzen, warnen Analysten vor zu hohen Erwartungen.

1 Min
Intel vor Quartalszahlen: Analysten sehen geteilte Anlegerstimmung

Intel steht laut Analysten von Stifel vor einem entscheidenden Wendepunkt. Der US-Halbleiterkonzern hat sich unter dem neuen CEO Lip-Bu Tan vom traditionellen Nachzügler zum nationalen Chip-Champion der USA entwickelt. Dennoch bleiben die Meinungen über die künftige Entwicklung des Unternehmens gespalten.

Der kalifornische Chiphersteller kämpft derzeit mit dem verschärften Wettbewerb auf den Märkten für PC- und Server-Prozessoren. Gleichzeitig treibt das Management unter Tan ein ambitioniertes Kostensenkungsprogramm voran und arbeitet an der Stärkung der Finanzlage.

Milliarden-Investitionen als Rückenwind

Entscheidende Unterstützung erhielt Intel im vergangenen Jahr durch bedeutende Investitionen. Der KI-Chipgigant Nvidia kaufte im Dezember Intel-Aktien im Wert von 5 Milliarden US-Dollar. Auch der japanische Tech-Investor SoftBank und die US-Regierung sprangen mit signifikanten Mitteln ein. Seit September hat sich der Aktienkurs von Intel in etwa verdoppelt.

Margenentwicklung als zentrale Frage

Die Analysten von Stifel, darunter Brian Donlin und Stefan Hatfield, sehen die Margenentwicklung als zentrale Debatte unter Investoren. Optimistische Prognosen setzen auf einen Wendepunkt bei dieser Kennzahl, angetrieben durch die Hochskalierung der firmeneigenen 18A-Prozesstechnologie.

Sollte Intel seine 18A-Ambitionen erfolgreich umsetzen und eine "normalisierte Verkaufsfrequenz" für den 14A-Knoten der nächsten Generation erreichen, wäre der gestiegene Aktienkurs gerechtfertigt. In diesem Szenario könnte Intel zu einer zentralen Aktie für das KI-Thema werden.

Konservative Prognosen erwartet

Vor der Gewinnbekanntgabe am Donnerstag nach US-Börsenschluss dämpfen die Analysten jedoch übertriebene Erwartungen. Sie rechnen damit, dass CEO Tan bei seinen Prognosen eher konservativ auftreten wird. "Wir sehen Intel zwischen diesen beiden Kräften", so die Einschätzung der Stifel-Analysten.

Die Quartalszahlen werden zeigen, ob Intel die hohen Erwartungen der optimistischen Anleger erfüllen kann oder ob die vorsichtigeren Stimmen recht behalten werden.

IntelQuartalszahlenStifelNvidia18A-TechnologieLip-Bu TanHalbleiterAktienkurs

Meistgelesene News

  1. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  2. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte
  5. Nvidia dominiert KI-Markt: 5,2 Billionen Dollar Marktwert und neue Rekorde

Disclaimer