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Innenstädte bleiben beliebte Treffpunkte für alle

Vielfalt, Gastronomie und neue Konzepte ziehen Besucher verstärkt an

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Innenstädte bleiben beliebte Treffpunkte für alle

Trotz der wachsenden Beliebtheit des Online-Shoppings zieht es viele Menschen weiterhin in die Innenstädte. Eine aktuelle Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts IFH zeigt, dass Innenstädte nicht nur für ältere Generationen attraktiv sind. Das Durchschnittsalter der Besucher ist seit 2020 von 47,5 auf 46,1 Jahre gesunken. Zwar ist der Anteil der Unter-26-Jährigen etwas rückläufig, dafür verzeichnen die Altersgruppen zwischen 26 und 50 Jahren einen deutlichen Zuwachs.

Hauptgrund für den Besuch der Innenstädte bleibt das Einkaufen, das von 61 Prozent der Befragten als wichtigstes Motiv genannt wird. Gleichzeitig gewinnen gastronomische Angebote wie Restaurants, Cafés und Bars zunehmend an Bedeutung. Ihr Anteil stieg von 26 Prozent im Jahr 2020 über 35 Prozent im Jahr 2022 auf mittlerweile 40 Prozent. Besonders jüngere Menschen schätzen diese Möglichkeiten des persönlichen Austauschs und Treffens.

Positiv bewertet werden auch Dienstleistungen wie Friseure, Banken und Reinigungen sowie der Einzelhandel in den Bereichen Körperpflege, Kosmetik, Drogerie, Bücher und Lebensmittel. Diese Vielfalt trägt zur Attraktivität der Innenstädte bei. Die Studie zeigt, dass die durchschnittliche Bewertung der teilnehmenden Städte stabil bei der Note 2,5 liegt. Besonders gut schnitten Chemnitz, Erfurt, Leipzig, Arnsberg-Neheim, Bocholt, Lüneburg, Brühl, Freiberg und Landsberg am Lech ab.

Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Passanten in den Innenstädten um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Großstädte wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln und München verzeichneten einen noch stärkeren Zuwachs. Spitzenreiter war im Januar 2025 die Kaufingerstraße in München mit 1,92 Millionen Besuchern.

Verbesserungspotenzial sehen die Befragten vor allem in der Reduzierung von Leerständen und Brachflächen. Eine hohe Aufenthaltsqualität ist entscheidend, um Menschen in die Innenstädte zu locken. Auch die Infrastruktur, wie etwa saubere Toiletten, spielt eine wichtige Rolle. Zudem werden der Ausbau von Fußgängerzonen, die Aufwertung von Plätzen und eine grünere Gestaltung der Innenstädte gefordert.

Erfolgreiche Beispiele für gelungene Stadtentwicklung sind die Düsseldorfer Schadowstraße und die Kölner Ehrenstraße. In Düsseldorf stiegen die Besucherzahlen seit 2019 um 43 Prozent nach umfangreichen städtebaulichen Maßnahmen. In Köln führte die Umgestaltung der Ehrenstraße mit der Sperrung für den Autoverkehr und der Schaffung von Sitzgelegenheiten zu einem Anstieg der Frequenz um 34 Prozent in fünf Jahren.

Für die Studie "Vitale Innenstädte" wurden im Herbst 2024 rund 69.000 Personen in 107 deutschen Städten befragt.

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