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Inflationsdaten, CoreWeave-Umsatzsprung und KI-Futures im Fokus

Anleger warten gespannt auf den US-Verbraucherpreisindex für Juli – gleichzeitig sorgt CoreWeave mit starken Quartalszahlen für Aufsehen.

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Inflationsdaten, CoreWeave-Umsatzsprung und KI-Futures im Fokus

Der heutige Handelstag steht ganz im Zeichen der US-Inflationsdaten. Der Verbraucherpreisindex (VPI) für Juli wird am Mittwochmorgen veröffentlicht und dürfte die Märkte bewegen. Ökonomen erwarten für den Gesamt-VPI einen monatlichen Anstieg von 0,1%, was auf Jahressicht einem Anstieg von 3,4% entspräche – und damit deutlich über dem Ziel der US-Notenbank Federal Reserve von 2% liegt.

Sollten die monatlichen Daten moderat ausfallen, könnte dies der Fed als Rechtfertigung dienen, die Zinssätze in naher Zukunft nicht weiter anzuheben. JPMorgan warnt jedoch, dass abhängig von der monatlichen Kernrate deutliche Marktschwankungen bevorstehen könnten. Die Aktien-Futures tendierten vor der Veröffentlichung leicht im Plus, nachdem der S&P 500 bereits den zweiten Tag in Folge gefallen war – belastet durch steigende Ölpreise infolge der Unsicherheit im US-Iran-Konflikt.

CoreWeave übertrifft Erwartungen deutlich

Der KI-Cloud-Anbieter CoreWeave hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt, was Anleger im nachbörslichen Handel zu einem Kursanstieg von 14% veranlasste. Das Unternehmen gab während des Quartals Geschäftsabschlüsse mit den KI-Schwergewichten Anthropic und Meta bekannt.

Trotz des starken Umsatzwachstums ist CoreWeave im Gegensatz zu den großen Technologiekonzernen, mit denen es beim Bau von Rechenzentren konkurriert, noch nicht profitabel. CEO Michael Intrator war am Mittwochmorgen um 9:00 Uhr ET in der CNBC-Sendung „Squawk on the Street" zu Gast, um die Ergebnisse zu kommentieren.

KI-Rechenleistung als neue Anlageklasse

Ein weiteres spannendes Thema für Investoren: Die CME Group bereitet die Einführung der ersten Futures-Kontrakte vor, die an die Kosten für den Betrieb von KI-Chips gekoppelt sind. In Zusammenarbeit mit Silicon Data sollen Anfang Oktober zwei sogenannte „Compute Futures"-Kontrakte eingeführt werden – vorausgesetzt, die behördliche Genehmigung erfolgt rechtzeitig. Dies würde es Anlegern ermöglichen, KI-Rechenkapazität ähnlich wie klassische Rohstoffe wie Öl zu handeln.

Diese Entwicklung folgt auf eine Ankündigung von Nvidia vom Montag über Vereinbarungen zur Bereitstellung von Finanzierungen für Kunden. Nvidia-Aktien schlossen die gestrige Sitzung trotz zwischenzeitlicher Gewinne geringfügig im Minus ab.

Wohnungsmarkt und Kreditkartenschulden unter der Lupe

Hauskäufer, die auf sinkende Immobilienpreise hoffen, müssen sich laut Dallas Tanner, CEO von Invitation Homes, dem größten US-Vermieter von Einfamilienhäusern, noch gedulden. Das im letzten Monat in Kraft getretene Wohnungsbaugesetz könnte zwar mittel- oder langfristig zu niedrigeren Kosten führen, ein rascher Preisrückgang sei jedoch unwahrscheinlich. Tanner nannte die Volatilität der Hypothekenzinsen und hohe Baukosten als bremsende Faktoren. Er betonte, dass 90% des Gesetzes auf Deregulierung und die Vereinfachung des Kapitalzuflusses in den Sektor ausgerichtet seien.

Parallel dazu meldete die New York Fed, dass die Kreditkartenschulden in den USA im zweiten Quartal auf ein Rekordniveau gestiegen sind – ein weiteres Zeichen für den anhaltenden finanziellen Druck auf amerikanische Verbraucher.

Wahlwetten: Rechtliche Grauzone in den USA

Ein weiteres Thema, das Anleger und Juristen gleichermaßen beschäftigt: die Legalität von Wetten auf Wahlen über Prognosemärkte. Fast zwei Dutzend US-Bundesstaaten haben Gesetze, die Wetten auf Wahlen untersagen – doch viele sind unsicher, ob diese Regelungen auch den Handel mit Ereigniskontrakten auf Plattformen wie Kalshi umfassen. Rechtsexperten erklären, dass die Frage rund um Wahlen neue Argumente bezüglich der Regulierungsrechte der Bundesstaaten aufwerfen könnte. Der Streit zwischen Bundes- und Staatsebene über die Einordnung von Prognosemarkt-Plattformen als Glücksspiel ist damit noch längst nicht beigelegt.

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