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Indonesien plant neue Exportsteuern auf Gold

Steuersätze sollen Verarbeitung fördern und Preisentwicklung berücksichtigen

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Indonesien plant neue Exportsteuern auf Gold

Indonesien plant die Einführung von Exportsteuern auf Gold zwischen 7,5 und 15 Prozent, die im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten sollen. Ein ranghoher Vertreter des Finanzministeriums erklärte im parlamentarischen Ausschuss, dass die Ausgestaltung der Regelung noch finalisiert werde. Ziel sei es, unterschiedliche Steuersätze für verschiedene Verarbeitungsstufen festzulegen, um die heimische Weiterverarbeitung zu fördern.

Nach Angaben des Generaldirektors für fiskalische Strategie, Febrio Kacaribu, sollen weniger verarbeitete Produkte wie Golddore höher besteuert werden, während für geprägte Barren niedrigere Sätze vorgesehen sind. Zusätzlich sollen die globalen Goldpreise in die Berechnung einfließen. Höhere Steuersätze seien wahrscheinlich, wenn der Marktpreis bei oder über 3.200 Dollar je Feinunze liege, um die unerwartet hohen Gewinne der Produzenten stärker zu erfassen.

Der Goldpreis hat sich seit Anfang November über der Marke von 4.000 Dollar je Feinunze bewegt und liegt damit mehr als 50 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die starke Nachfrage an den internationalen Märkten hat die indonesischen Goldexporte in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 1,64 Milliarden Dollar steigen lassen, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 1,1 Milliarden Dollar für das gesamte Vorjahr. Zu den wichtigsten Abnehmern zählen Singapur, die Schweiz und Hongkong.

Indonesien verfügt über die viertgrößten unerschlossenen Goldreserven weltweit, darunter Vorkommen in der Grasberg-Mine im Osten des Landes, die von einer lokalen Einheit von Freeport-McMoRan betrieben wird. Trotz des Booms berichten inländische Investoren über Schwierigkeiten, Goldbarren zu erwerben. Kacaribu betonte, dass das Land sowohl die Produktion als auch die Liquidität und Verfügbarkeit von Gold im Inland stärken wolle, um einen größtmöglichen Mehrwert für die Bevölkerung zu schaffen.

Parallel dazu wird weiterhin über die mögliche Einführung einer Exportsteuer auf Kohle diskutiert, ohne dass bisher konkrete Entscheidungen vorliegen. Die Beratungen hierzu laufen nach Angaben des Ministeriums weiter.

GoldIndonesienZölle

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