Indien bestätigt Inflationsziel von 4% nach Überprüfung
Die indische Regierung hält am bisherigen Inflationsziel fest – innerhalb einer Komfortspanne von 2% bis 6%.

Neu-Delhi hält an seiner geldpolitischen Linie fest: Die indische Bundesregierung bestätigte am Mittwoch offiziell das Inflationsziel für die Verbraucherpreise bei 4%. Die Entscheidung fiel nach einer regulären Überprüfung des Rahmens zur Inflationssteuerung.
Das Ziel bewegt sich innerhalb einer definierten Komfortspanne von 2% bis 6%. Damit signalisiert die Regierung Kontinuität in ihrer Geldpolitik und gibt der Reserve Bank of India (RBI) einen stabilen Orientierungsrahmen.
Inflationssteuerung seit 2016
Indien etablierte sein formelles Rahmenwerk zur Inflationssteuerung im Jahr 2016. Seitdem ist die RBI gesetzlich verpflichtet, die Gesamtverbraucherpreisinflation innerhalb der von der Regierung vorgegebenen Zielspanne zu halten. Zuletzt wurde das Rahmenwerk im Jahr 2021 überprüft.
Verantwortlich für die Umsetzung ist der geldpolitische Ausschuss der RBI. Dieses Gremium setzt sich aus drei Mitgliedern der Zentralbank sowie drei von der Regierung ernannten externen Experten zusammen. Das Modell ähnelt strukturell den Ausschüssen westlicher Zentralbanken wie der Europäischen Zentralbank oder der Bank of England.
Für internationale Anleger und Schwellenländer-Investoren ist die Entscheidung ein positives Signal. Ein stabiles und klar kommuniziertes Inflationsziel stärkt das Vertrauen in die Verlässlichkeit der indischen Geldpolitik und unterstützt die Planungssicherheit für Investitionen in der drittgrößten Volkswirtschaft Asiens.
