IDBI Bank-Privatisierung: Indien setzt Frist für finale Gebote
Fairfax, Emirates NBD und Kotak Mahindra können bis Ende Februar bieten.

Die indische Regierung hat den qualifizierten Bietern eine Frist bis Ende Februar 2025 für die Abgabe finanzieller Angebote zur Übernahme der IDBI Bank gesetzt. Dies markiert einen entscheidenden Meilenstein in einem der größten Bankenprivatisierungsprojekte des Landes, das bereits 2022 initiiert wurde.
Wie Reuters berichtet, hatten sich drei Interessenten qualifiziert: die kanadische Fairfax Financial Holdings, die Vereinigte Arabische Emirate-basierte Emirates NBD sowie die indische Kotak Mahindra Bank. Die Zentralbank hatte diese Bieter bereits 2024 offiziell zugelassen.
Umfangreicher Anteilsverkauf geplant
Die indische Regierung hält derzeit 45,48 Prozent an der IDBI Bank, während die staatliche Lebensversicherungsgesellschaft Life Insurance Corporation of India (LIC) weitere 49,24 Prozent besitzt. Gemeinsam planen beide, insgesamt 60,7 Prozent der Bank zu veräußern – ein Paket, das dem Käufer die Kontrolle über das Institut sichern würde.
Dem erfolgreichen Bieter wird zudem das Recht eingeräumt, die Bank umzubenennen, wie eine mit dem Prozess vertraute Quelle bestätigte. Dies unterstreicht den vollständigen Strategiewechsel, den die neue Eigentümerschaft vornehmen kann.
Rettung nach Kreditkrise
Die IDBI Bank hatte 2019 eine staatliche Rettung durch die LIC benötigt, nachdem die Problemkredite des Instituts stark angestiegen waren. Die Privatisierung gilt als wichtiger Schritt zur Restrukturierung des indischen Bankensektors und zur Reduzierung der Staatsverschuldung.
Die Regierung hatte sich zum Ziel gesetzt, den Verkaufsprozess bis März 2026 abzuschließen. Mit der nun gesetzten Frist für finale Gebote scheint dieses Zeitfenster realistisch. Das Bundesfinanzministerium, das den Veräußerungsprozess verantwortet, äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu weiteren Details.
Für internationale Investoren bietet die IDBI Bank Zugang zum wachstumsstarken indischen Bankenmarkt. Besonders Emirates NBD könnte durch eine Übernahme ihre Präsenz in Südasien deutlich ausbauen, während Kotak Mahindra ihre Position im heimischen Markt stärken würde.
