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IBM übertrifft Erwartungen: Software und Infrastruktur treiben Umsatzwachstum

IBM übertrifft die Markterwartungen bei Umsatz und Gewinn, doch die Aktie fällt nachbörslich deutlich.

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IBM übertrifft Erwartungen: Software und Infrastruktur treiben Umsatzwachstum

IBM hat am Mittwoch seine Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn übertroffen. Der Umsatz des Technologiekonzerns wuchs im Jahresvergleich um etwa 5 Prozent. Das Nettoergebnis belief sich auf 2,19 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 2,30 US-Dollar je Aktie und stieg damit gegenüber 1,74 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 1,84 US-Dollar je Aktie im Vorjahr deutlich an. Bereinigte Gewinnzahlen schließen akquisitionsbedingte Anpassungen aus.

Trotz der soliden Zahlen gaben die IBM-Aktien im Nachhandel nach. Die Reaktion der Anleger fiel damit gemischt aus — ein Muster, das auch die Bewertung der einzelnen Geschäftsbereiche prägte. CEO Krishna hob in diesem Zusammenhang die Dynamik der „Super Intelligence" hervor.

Software als Wachstumstreiber, Beratung unter Druck

Im dritten Quartal erzielte IBM Software-Umsatzerlöse in Höhe von 7,80 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 8 Prozent entspricht. Damit übertraf die Sparte den Konsens von 7,66 Milliarden US-Dollar, den von StreetAccount befragte Analysten ermittelt hatten. Die Software-Sparte bleibt damit der wichtigste Wachstumsmotor des Konzerns.

Weniger erfreulich entwickelte sich das Beratungsgeschäft. Die Beratungsumsätze lagen bei 5,34 Milliarden US-Dollar und blieben damit im Jahresvergleich unverändert. Zudem verfehlten sie knapp den Konsenswert von 5,37 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge der Beratungssparte betrug 27,4 Prozent und fiel schmaler aus als die 28,9 Prozent im zweiten Quartal. Dieser Margenrückgang dürfte bei Analysten für Gesprächsstoff sorgen.

Die Infrastrukturumsätze beliefen sich auf 3,70 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Anstieg von 4 Prozent und lag über dem von StreetAccount ermittelten Konsens von 3,57 Milliarden US-Dollar. Die bereinigte Bruttomarge des Unternehmens insgesamt lag bei 58,5 Prozent und war damit schmaler als der von StreetAccount angegebene Konsens von 59,1 Prozent.

Zuversichtlicher Ausblick auf den freien Cashflow

Hinsichtlich der Ausblickprognosen erwartet IBM einen Anstieg des freien Cashflows im Gesamtjahr um mehr als 1 Milliarde US-Dollar. Die Prognose vom Juli ging noch von einem Anstieg von rund 1 Milliarde US-Dollar aus. IBM sieht weiterhin ein konstantes Währungswachstum des Umsatzes im Jahr 2026 zwischen 4 und 5 Prozent. Für Anleger sind diese Zielgrößen ein wichtiger Indikator für die künftige Ertragskraft.

Im Berichtsquartal kündigte IBM außerdem eine Übernahme an: Das Unternehmen einigte sich auf den Kauf von HRL Laboratories von Boeing und General Motors, ehemals die Forschungsabteilung von Hughes Aircraft. Zum Kaufpreis machte IBM keine Angaben — dieser bleibt nicht genannt.

Deutlicher Abstand zum breiten Markt

Der Blick auf die Aktienentwicklung zeigt ein gespaltenes Bild. Zum Schlusskurs am Mittwoch war die IBM-Aktie um 15 Prozent gefallen, während der S&P-500-Index im selben Zeitraum um 13 Prozent zulegen konnte. IBM hat damit deutlich an Boden gegenüber dem breiten Markt verloren. Für deutsche Anleger, die über US-Technologieaktien investiert sind, unterstreicht dies die Notwendigkeit, Quartalszahlen und Aktienreaktion sorgfältig zu trennen.

Die vorgelegten Zahlen zeigen einen Konzern, der in der Software und Infrastruktur wächst, während die Beratung stagniert und die Margen im Vergleich zum Vorquartal nachgeben. Wie sich die „Super Intelligence"-Strategie des Managements in den kommenden Quartalen auf Wachstum und Profitabilität auswirkt, dürfte die Bewertung der Aktie maßgeblich bestimmen.

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