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Hyundai trotzt der Krise mit klarem Kurs

Der südkoreanische Autobauer investiert weltweit, erweitert sein E-Angebot und greift die Konkurrenz an

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Hyundai trotzt der Krise mit klarem Kurs

Während deutsche Hersteller wie Volkswagen und BMW in schwierigen Zeiten nach Stabilität suchen, setzt Hyundai unbeirrt seinen Expansionskurs fort. Der südkoreanische Konzern verfolgt ehrgeizige Pläne und sieht sich auf dem besten Weg, die bisherigen Branchenführer einzuholen. In einer von Unsicherheiten, politischen Spannungen und schleppender E-Mobilitätsnachfrage geprägten Branche will Hyundai mit klarer Strategie und technologischer Vielfalt punkten.

Hyundai, Kia und Genesis bilden das Fundament der Hyundai Motor Group, die sich nicht länger mit Platz drei in der weltweiten Zulassungsstatistik zufriedengeben will. Während Konkurrenten öffentlich mit ihren Problemen ringen, bleibt der Konzern aus Seoul ruhig und strategisch fokussiert. Das Ziel ist klar: bis 2030 jährlich über 5,5 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen, mehr als die Hälfte davon elektrifiziert. Europa spielt dabei eine zentrale Rolle, ebenso wie der Ausbau der Präsenz in den USA und Asien.

Hyundai setzt bei der Elektrifizierung auf Vielfalt statt Einseitigkeit. Kunden sollen weiterhin die Wahl zwischen verschiedenen Antriebsarten haben – vom Elektroauto über Hybrid bis hin zum Range Extender und der Brennstoffzelle. Modelle wie der Ioniq 5 und 6 stehen für das E-Image, während der kompaktere Ioniq 3 das Angebot nach unten abrundet. Mit 18 Hybridmodellen und der Einführung von Range-Extender-Versionen ab 2027 will der Konzern auch Kunden ansprechen, die noch zögern, vollständig auf Elektromobilität umzusteigen. Diese Technik, einst von europäischen Marken aufgegeben, erlebt durch die koreanischen Hersteller eine Renaissance.

Neben Europa richtet sich der Blick verstärkt auf Nordamerika. In Georgia investiert Hyundai 2,7 Milliarden US-Dollar, um die Produktionskapazität bis 2028 um 200.000 Fahrzeuge zu erhöhen und 3000 Arbeitsplätze zu schaffen. Bis 2030 sollen 80 Prozent der in den USA verkauften Modelle auch dort gefertigt werden. Weltweit plant der Konzern Investitionen von über 45 Milliarden Euro, um die jährliche Produktion um 1,2 Millionen Einheiten zu steigern. Neue Werke in Südkorea, Indien, Saudi-Arabien und Nordafrika sollen den globalen Output zusätzlich erhöhen.

Der Premiumableger Genesis hinkt bislang den Erwartungen hinterher, soll jedoch bis Ende des Jahrzehnts 350.000 Fahrzeuge jährlich absetzen. Neue Modelle wie der GV90 sollen die Marke im Luxussegment etablieren. Gleichzeitig will Hyundai seine Kostenstruktur verbessern: Batteriepakete sollen um 30 Prozent günstiger und die Ladezeiten deutlich kürzer werden. Der Konzern erwartet dadurch eine operative Gewinnmarge von bis zu neun Prozent bis 2030 – ein ambitioniertes Ziel, das die Entschlossenheit der Südkoreaner unterstreicht.

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