Hyundai erwartet 2025 geringeres Umsatzwachstum
Wirtschaftsflaute, E-Auto-Schwäche und GM-Gespräche beeinflussen die Prognose

Der südkoreanische Autobauer Hyundai rechnet für das Jahr 2025 mit einem geringeren Umsatzwachstum als im Vorjahr. Während der Umsatz 2024 um 7,7 Prozent gestiegen war, geht das Unternehmen nun von einer Zunahme um lediglich drei bis vier Prozent aus. Dies teilte Hyundai am Donnerstag mit. Auch die operative Marge soll niedriger ausfallen und sich zwischen sieben und acht Prozent bewegen, nachdem sie im Vorjahr noch bei 8,1 Prozent gelegen hatte.
Als Gründe für die verhaltene Prognose nannte Hyundai eine zunehmende Unsicherheit auf den Märkten sowie eine anhaltende Wirtschaftsflaute in wichtigen Absatzregionen. Zudem habe die Nachfrage nach Elektroautos nachgelassen, was sich negativ auf das Geschäft auswirke. Besonders Nordamerika und Südkorea, die beiden wichtigsten Märkte des Unternehmens, seien von diesen Entwicklungen betroffen.
Im vierten Quartal 2024 verzeichnete Hyundai einen Gewinnrückgang von 17 Prozent. Der Nettogewinn sank auf 2,8 Billionen Won, umgerechnet rund 1,87 Milliarden Euro. Analysten, die von LSEG befragt wurden, hatten mit einem höheren Quartalsgewinn von 3,2 Billionen Won gerechnet. Die rückläufigen Zahlen wurden unter anderem durch verstärkte Werbeaktionen beeinflusst, die Hyundai zur Belebung des Geschäfts eingesetzt hatte.
Um den Absatz weiter anzukurbeln, führt Hyundai derzeit Gespräche mit dem US-Autokonzern General Motors. Im Mittelpunkt dieser Verhandlungen steht eine mögliche Zusammenarbeit bei der Lieferung von Elektronutzfahrzeugen an GM sowie ein gemeinsamer Einkauf von Bauteilen. Darüber hinaus prüfen beide Unternehmen eine Kooperation im Pkw-Bereich. Mit diesen Maßnahmen will Hyundai seine Marktposition in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld stärken.
