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Hydnum Steel: Grünstahl-Startup erwägt Verkauf von 50 Prozent

Spanisches Startup verhandelt über Verkauf von bis zu 50 Prozent der Anteile.

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Hydnum Steel: Grünstahl-Startup erwägt Verkauf von 50 Prozent

Das spanische Grünstahl-Startup Hydnum Steel steht offenbar vor einem bedeutenden Eigentümerwechsel. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, führen die Aktionäre des Unternehmens fortgeschrittene Gespräche über den Verkauf von bis zu 50 Prozent der Anteile. Ziel ist es, die Finanzierung eines staatlich geförderten Projekts zur Herstellung von Stahl mit grünem Wasserstoff zu sichern.

Die Verhandlungen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Die Aktionäre arbeiten demnach mit Beratern zusammen, um den möglichen Teilverkauf vorzubereiten. Eine Unterzeichnung des Deals könnte noch vor Ende des Jahres erfolgen, so die mit der Situation vertrauten Personen, die aufgrund der Vertraulichkeit der Angelegenheit nicht namentlich genannt werden möchten.

Milliardenbewertung für grüne Stahlproduktion

Der Verkauf würde den Anteil des Unternehmens auf mindestens 150 Millionen Euro bewerten, erklärte eine der Personen. Dies unterstreicht das erhebliche wirtschaftliche Potenzial, das Investoren in der grünen Stahlproduktion sehen. Hydnum Steel hat sich zum Ziel gesetzt, die Metalllegierung mithilfe von grünem Wasserstoff herzustellen – ein Verfahren, das im Vergleich zur konventionellen Stahlherstellung deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht.

Das Startup profitiert dabei von staatlicher Förderung. Die spanische Regierung hat in den vergangenen Jahren verstärkt Anreize für die Ansiedlung von Wasserstoff- und Grünstahlprojekten geschaffen. Hydnum Steel ist eines der Vorzeigeprojekte in diesem Bereich und könnte von den europäischen Fördertöpfen für die Dekarbonisierung der Industrie profitieren.

Hintergrund: Der Markt für grünen Stahl

Die Stahlindustrie gehört weltweit zu den größten CO2-Emittenten. Die Umstellung auf grünen Wasserstoff als Reduktionsmittel statt Kokskohle gilt als vielversprechendster Weg zur Dekarbonisierung der Branche. In Europa haben mehrere Unternehmen ähnliche Projekte angekündigt, darunter der schwedische Stahlhersteller SSAB und das deutsche Startup H2 Green Steel.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung bei Hydnum Steel relevant, da die europäische Stahlindustrie vor einem tiefgreifenden Wandel steht. Die Nachfrage nach grünem Stahl dürfte in den kommenden Jahren deutlich steigen, angetrieben durch strengere Klimaziele der EU und den wachsenden Druck auf Abnehmerindustrien wie die Automobilbranche, ihre Lieferketten zu dekarbonisieren.

Sollte der Deal wie geplant zustande kommen, wäre dies ein weiterer Beleg für das wachsende Investoreninteresse an klimafreundlichen Industrieprojekten in Europa. Die finale Bewertung und die genauen Konditionen bleiben jedoch abzuwarten, bis eine offizielle Ankündigung erfolgt.

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