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Hurrikan Isaias stoppt Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko

Hurrikan Isaias zwingt Förderunternehmen im Golf von Mexiko zu umfangreichen Produktionsstopps und Plattform-Räumungen.

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Hurrikan Isaias stoppt Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko

Die Öl- und Gasförderunternehmen im Golf von Mexiko haben ihre Produktion wegen des Hurrikans Isaias deutlich gedrosselt. Wie die Marine Minerals Administration (MMS) heute mitteilte, sind rund 62,89 Prozent der aktuellen Ölförderung sowie 57,35 Prozent der aktuellen Erdgasförderung in der Region stillgelegt worden. Die Behörde informierte über die Maßnahmen im Rahmen der Reaktionen auf den herannahenden Sturm.

Im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen wurden insgesamt 121 Förderplattformen geräumt. Das entspricht 32,61 Prozent der insgesamt 371 bemannten Plattformen im Golfgebiet. Die Räumung von rund einem Drittel der bemannten Anlagen unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der die Betreiber auf den Zugweg des Hurrikans reagieren.

Auch bei den Bohrplattformen gab es umfangreiche Sicherungsmaßnahmen. Laut der Behörde wurden Personalmitglieder von fünf nicht dynamisch positionierten Bohrplattformen abgezogen. Dies macht 45,45 Prozent der elf derzeit in der Region operierenden Plattformen dieses Typs aus. Zusätzlich haben sich vier der 17 dynamisch positionierten Bohrplattformen im Golf vorsorglich von ihren Einsatzorten entfernt, um dem Zugweg des Hurrikans auszuweichen, so die Marine Minerals Administration.

Was die Stilllegungen für den Markt bedeuten

Der Golf von Mexiko zählt zu den wichtigsten Förderregionen der USA. Wenn in dieser Region – wie nun durch Hurrikan Isaias geschehen – kurzfristig mehr als die Hälfte der Öl- und Gasförderung stillgelegt wird, hat das unmittelbare Auswirkungen auf das Angebot. Für Marktteilnehmer und Anleger ist dabei entscheidend, dass solche Unterbrechungen in der Regel temporärer Natur sind: Sobald der Sturm abzieht und die Anlagen wieder sicher erreichbar sind, nehmen die Betreiber die Förderung üblicherweise wieder auf.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Zusammenhang vor allem bei der Bewertung von Energieunternehmen und Rohstoffpreisen relevant. Kurzzeitige Angebotsrückgänge können die Notierungen für Rohöl und Erdgas stützen, während die eigentliche Förderkapazität der Anlagen davon unberührt bleibt. Die aktuelle Situation verdeutlicht, wie stark die Öl- und Gasversorgung von Wetterereignissen im Golf von Mexiko abhängt.

Hintergrund zu den Plattformtypen

Bei der Unterscheidung zwischen dynamisch und nicht dynamisch positionierten Bohrplattformen handelt es sich um zwei technisch unterschiedliche Bauweisen. Nicht dynamisch positionierte Plattformen sind fest mit dem Meeresboden verbunden oder auf anderem Wege verankert. Dynamisch positionierte Plattformen hingegen halten ihre Position über computergesteuerte Antriebssysteme und lassen sich daher vergleichsweise flexibel verlagern – weshalb sie bei einem herannahenden Hurrikan vom Einsatzort weggefahren werden können. Genau diese Möglichkeit nutzten die Betreiber bei vier der 17 entsprechenden Anlagen.

Nach Angaben der Marine Minerals Administration spiegeln die veröffentlichten Prozentwerte den jeweiligen Stand der Maßnahmen wider. Sie beziehen sich auf die Gesamtzahl der Plattformen im Golfgebiet beziehungsweise auf die Anzahl der aktuell in der Region operierenden Anlagen des jeweiligen Typs. Diese relativen Angaben machen deutlich, dass die Auswirkungen des Hurrikans Isaias breit über die Region streuen und nicht nur einzelne Betreiber betreffen.

Der vorliegende Bericht stützt sich ausschließlich auf die Mitteilung der Marine Minerals Administration. Eine Einschätzung darüber, wie lange die Stilllegungen andauern und wann die Förderung vollständig wieder aufgenommen wird, enthält die Quelle nicht.

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