Huntington Bancshares: Rekord-Zinserträge für 2026 erwartet
Die US-Regionalbank Huntington Bancshares rechnet für 2026 mit historisch hohen Zinserträgen. Wachsende Kreditnachfrage und steigende Margen treiben die optimistische Prognose.

Huntington Bancshares erwartet für das Jahr 2026 einen Rekord bei den Zinserträgen. Der US-Regionalbankenkonzern profitiert dabei von einer beschleunigten Kreditnachfrage und expandierenden Margen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Der Nettozinsertrag (NII) – die Differenz zwischen den Zinsen für vergebene Kredite und gezahlten Zinsen für Einlagen – soll 2026 auf eigenständiger Basis zwischen 10% und 13% wachsen. Im Jahr 2025 meldete die Bank einen NII von 6,06 Milliarden US-Dollar. Diese positive Entwicklung wird durch Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve unterstützt, die die Kreditaufnahme im gesamten Bankensektor belebt haben.
Aggressive Expansionsstrategie durch Übernahmen
Huntington verfolgt eine klare Wachstumsstrategie durch Akquisitionen. Im Oktober stimmte das Institut der Übernahme des kleineren Konkurrenten Cadence Bank für 7,4 Milliarden US-Dollar zu. Nach Abschluss der Transaktion soll Cadence zwischen 1,85 und 1,90 Milliarden US-Dollar zur NII-Prognose für das Gesamtjahr beitragen.
Bereits im Juli hatte Huntington die Übernahme von Veritex in einer reinen Aktientransaktion im Wert von 1,9 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. CEO Steve Steinour betonte, dass beide Deals das Wachstum in Texas und im Süden der USA vorantreiben würden und die Integrationen reibungslos verlaufen.
Robustes organisches Wachstum erwartet
"Unser Fokus für 2026 liegt weiterhin auf der Förderung eines starken organischen Wachstums. Wir sind mit ausgezeichneter Dynamik in das Jahr gestartet, und unsere Auftragsbestände und Pipeline sind robust", erklärte CEO Steinour.
Für 2026 rechnet das Unternehmen auf eigenständiger Basis mit einem Anstieg der durchschnittlichen Kredite um 11% bis 12%. Die durchschnittlichen Einlagen sollen voraussichtlich zwischen 8% und 9% zulegen.
Starkes viertes Quartal 2025
Im vierten Quartal stiegen die Zinserträge der Bank bereits um 14% auf 1,6 Milliarden US-Dollar, angetrieben durch Margenausweitung und Kreditwachstum. Die durchschnittlichen Gesamt-Kredite und Leasingforderungen legten im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 Milliarden US-Dollar bzw. 14% zu, einschließlich der Auswirkungen der Veritex-Übernahme.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag in den drei Monaten bis zum 31. Dezember bei 37 Cent und entsprach damit den Analystenschätzungen. Die Aktien fielen im vorbörslichen Handel zuletzt um 1,4% in einem volatilen Marktumfeld.
