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HSBC plant Sonderdividende nach starkem Quartalsgewinn

Aktionäre sind trotz hoher Dividenden skeptisch, ob der Zinssatz-Boom bereits seinen Höhepunkt erreicht hat

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HSBC plant Sonderdividende nach starkem Quartalsgewinn

Die Gewinne von HSBC haben sich im letzten Quartal aufgrund steigender Zinsen verdoppelt. Das Unternehmen kündigte an, ein Sonderdividende von $0,21 pro Aktie zu zahlen und weitere reguläre Ausschüttungen sowie Aktienrückkäufe zu tätigen. Die Investoren zeigten sich jedoch unbeeindruckt und konzentrierten sich auf den Umstand, dass das Unternehmen nicht sein Ziel erreicht hat, die Rendite auf das greifbare Eigenkapital ab diesem Jahr auf mindestens 12% zu erhöhen.

HSBC's Hong Kong-Aktien fielen um 2%, was darauf hindeutet, dass Investoren aufgrund des konservativen Ausblicks des Unternehmens für das nächste Jahr besorgt sind. HSBC ist bestrebt, seine Gewinne zu steigern, um den Forderungen seines größten Aktionärs, Ping An Insurance Group, nachzukommen, der das Unternehmen gedrängt hat, sein asiatisches Geschäft abzuspalten. Trotzdem hat HSBC diese Forderungen zurückgewiesen.

Während das Unternehmen ein höheres Gewinnwachstum vorweisen konnte, haben Analysten darauf hingewiesen, dass die konservativen Prognosen von HSBC für das Nettozinsergebnis des nächsten Jahres darauf hindeuten, dass der Boom durch steigende Zinsen möglicherweise bereits seinen Höhepunkt erreicht hat. Die Aussichten ähneln denen von NatWest, die letzte Woche warnten, dass steigende Zinsen möglicherweise keine lang anhaltende Gewinnbonanza für Investoren liefern werden.

In den letzten Jahren hat HSBC eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen durchgeführt, um seine Geschäftstätigkeit zu straffen. Die Bank plant weitere Kostensenkungen und erwägt die Bereitstellung von bis zu 300 Millionen US-Dollar für Abfindungen im Jahr 2023.

HSBC hat angekündigt, dass es im Jahr 2023 wieder quartalsweise Dividenden zahlen wird und dass eine Prüfung von Aktienrückkäufen auf das erste Quartal 2023 vorgezogen wird. Für das vierte Quartal meldete HSBC einen Vorsteuergewinn von 5,2 Milliarden US-Dollar, im Vergleich zu 2,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Der jährliche Gewinn fiel jedoch aufgrund einer Abschreibung von 2,4 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf seiner Einzelhandelsbankaktivitäten in Frankreich auf 17,5 Milliarden US-Dollar. HSBC geht davon aus, den Verkauf seines Russland-Geschäfts im ersten Halbjahr 2023 abzuschließen und eine Verlust von 300 Millionen US-Dollar zu erleiden.

Obwohl HSBC seine Geschäftstätigkeit rationalisiert, um den Aktionären gerecht zu werden, bleibt abzuwarten, ob dies ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Trotz der positiven Ergebnisse im vierten Quartal und der Sonderdividende waren Investoren skeptisch und hielten Ausschau nach Anzeichen dafür, dass die Zinssteigerungen bereits ihren Höhepunkt erreicht haben.

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