Honda stabilisiert Produktion in Nordamerika
Alternativchips sichern schrittweise Rückkehr zu regulären Abläufen

Honda Motor hat angekündigt, die Fahrzeugproduktion an seinen nordamerikanischen Montagewerken ab dem kommenden Mittwoch schrittweise wieder auf ein reguläres Niveau zu bringen. Das Unternehmen reagiert damit auf eine Phase deutlicher Produktionsstörungen, die durch einen Mangel an Halbleitern des Zulieferers Nexperia ausgelöst worden waren. Seit Ende Oktober hatten diese Engpässe zu kompletten Produktionsstopps im Werk in Mexiko sowie zu Anpassungen in mehreren Fabriken in den Vereinigten Staaten und Kanada geführt. Die Wiederaufnahme der regulären Abläufe deutet darauf hin, dass sich die Versorgungslage bei wichtigen Komponenten allmählich stabilisiert.
Ein Unternehmenssprecher erklärte, Honda habe inzwischen verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Lieferung entscheidender Bauteile sicherzustellen. Dazu gehöre auch die Beschaffung alternativer Komponenten, um die entstandenen Lücken in der Lieferkette auszugleichen. Ob Nexperia selbst seine Chip-Lieferungen an Honda wiederaufgenommen habe, ließ der Sprecher offen und verwies auf den Zulieferer für weitere Auskünfte. Die aktuelle Entwicklung stelle jedoch einen Schritt zur Entspannung dar, nachdem der Mangel an bestimmten Halbleitern über mehrere Wochen hinweg zu Verzögerungen und Anpassungen geführt hatte.
Trotz der geplanten Rückkehr zu regulären Produktionsabläufen betonte Honda, dass die Lage weiterhin volatil bleibe. Die Wiederaufnahme könne daher abhängig von der weiteren Versorgungssituation kurzfristigen Änderungen unterliegen. Die Halbleiterknappheit, die seit geraumer Zeit global zahlreiche Branchen beeinflusst, bleibt damit ein Unsicherheitsfaktor, der auch in den kommenden Tagen und Wochen Auswirkungen auf die Produktionsplanung haben könnte. Honda verfolgt nach eigenen Angaben die Situation eng und bereitet sich darauf vor, flexibel auf mögliche Veränderungen reagieren zu können.
Die jüngsten Störungen hatten insbesondere die nordamerikanischen Standorte hart getroffen, da dort ein hoher Produktionsausstoß vorgesehen war. Die Produktion im mexikanischen Werk wurde am 28. Oktober vollständig ausgesetzt, während die US- und kanadischen Fabriken bereits am 27. Oktober ihre Abläufe anpassen mussten. Mit der erwarteten Stabilisierung der Chipversorgung richtet Honda den Fokus nun darauf, den Rückstand schrittweise abzubauen und die Auslieferungen wieder verlässlich zu gestalten. Der Konzern sieht die jüngste Entwicklung als vorläufiges Signal einer Erholung, bleibt jedoch vorsichtig, was die weitere Dynamik in der Lieferkette betrifft.
