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Hohe Hypothekenzinsen: Mehr Kreditanträge werden abgelehnt als zuvor

Steigende Zinsen schrecken nicht nur Käufer ab – die Ablehnungsquote bei Hypothekenanträgen erreichte 2024 einen neuen Höchststand.

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Hohe Hypothekenzinsen: Mehr Kreditanträge werden abgelehnt als zuvor

Die hohen Hypothekenzinsen in den USA treffen Hauskäufer gleich doppelt hart. Einerseits halten sie viele potenzielle Käufer davon ab, überhaupt einen Kreditantrag zu stellen. Andererseits scheitern auch jene, die es dennoch versuchen, häufiger an den Anforderungen der Banken. Das zeigen neue Forschungsergebnisse der Federal Reserve Bank of St. Louis.

Laut einem aktuellen Blogbeitrag der Fed-Forscher lag die Ablehnungsquote bei Hypothekenanträgen im Jahr 2024 bei 15,1 Prozent. Im Jahr 2021 betrug dieser Wert noch 12,2 Prozent – ein deutlicher Anstieg von knapp drei Prozentpunkten innerhalb weniger Jahre.

Zinswende als Auslöser

Dieser Anstieg der Ablehnungen fällt zeitlich mit dem rapiden Anstieg der Hypothekenzinsen zusammen. Die Zinssätze kletterten von unter 3,5 Prozent auf mehr als 6,5 Prozent – eine Entwicklung, die den US-Immobilienmarkt grundlegend verändert hat. Für viele Haushalte bedeutet dies, dass die monatliche Belastung durch einen Kredit schlicht zu hoch geworden ist, um die Kreditwürdigkeitsprüfungen der Banken zu bestehen.

Für deutsche Leser ist dieser Zusammenhang gut nachvollziehbar: Auch hierzulande haben die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank seit 2022 die Finanzierungskosten für Immobilien erheblich verteuert und die Nachfrage nach Baufinanzierungen spürbar gedämpft.

Interessant ist dabei ein weiterer Befund der Forscher: Als die Hypothekenzinsen im Jahr 2023 ihren Höchststand erreichten, stellten gleichzeitig weniger Verbraucher überhaupt Anträge auf Hypotheken. Das bedeutet, dass die tatsächliche Zahl der Ablehnungen in absoluten Zahlen zwar geringer ausfallen mag – die Quote der abgelehnten Anträge im Verhältnis zu den gestellten Anträgen aber dennoch gestiegen ist.

Doppelte Belastung für den Immobilienmarkt

Dieser Effekt verdeutlicht eine doppelte Bremswirkung auf den Immobilienmarkt. Zum einen entscheiden sich viele Interessenten gar nicht erst für eine Antragstellung, weil sie die hohen Zinsen als unerschwinglich einschätzen. Zum anderen scheitern auch jene, die einen Antrag wagen, häufiger an den Kreditvergabestandards der Banken. Beide Effekte zusammen bremsen die Nachfrage nach Wohneigentum erheblich.

Die Erkenntnisse der Federal Reserve Bank of St. Louis unterstreichen, wie tiefgreifend die geldpolitische Straffung der vergangenen Jahre in den Alltag der Verbraucher eingreift. Steigende Zinsen sind nicht nur eine abstrakte wirtschaftspolitische Größe – sie entscheiden darüber, ob Menschen sich den Traum vom Eigenheim leisten können oder nicht.

Für den US-Immobilienmarkt bedeutet dies eine anhaltende Phase der Zurückhaltung, solange die Zinsen auf erhöhtem Niveau verbleiben. Ob und wann die US-Notenbank Fed die Zinsen senken wird, bleibt eine der zentralen Fragen für Hauskäufer und den Wohnungsmarkt in den kommenden Monaten.

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