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US-Hypothekenzinsen sinken leicht – Immobilienkäufer bleiben zurückhaltend

Trotz sinkender Hypothekenzinsen in den USA ging das Antragsvolumen um 2,5 Prozent zurück – Kaufnachfrage auf Apriltief.

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US-Hypothekenzinsen sinken leicht – Immobilienkäufer bleiben zurückhaltend

Die Hypothekenzinsen in den USA haben in der vergangenen Woche leicht nachgegeben, doch die erhoffte Belebung des Immobilienmarktes blieb aus. Das gesamte Volumen der Hypothekenanträge sank im Vergleich zur Vorwoche um 2,5 Prozent, wie aus dem saisonbereinigten Index der Mortgage Bankers Association (MBA) hervorgeht. Die Ergebnisse enthalten dabei eine zusätzliche Anpassung für den Memorial-Day-Feiertag.

Der durchschnittliche Vertragszinssatz für 30-jährige festverzinsliche Hypotheken mit konformen Darlehenssummen von bis zu 832.750 US-Dollar sank von 6,65 Prozent auf 6,57 Prozent. Gleichzeitig stiegen die sogenannten Points – also die Bearbeitungsgebühren – von 0,65 auf 0,67 Prozent für Darlehen mit einer Anzahlung von 20 Prozent. Der Rückgang beim Zinssatz war damit zwar messbar, reichte jedoch nicht aus, um Käufer und Refinanzierer in größerer Zahl anzulocken.

Kaufnachfrage auf dem niedrigsten Stand seit April

Besonders deutlich zeigt sich die Kaufzurückhaltung bei den Anträgen auf Hypotheken zum Immobilienerwerb: Diese gingen in der Berichtswoche um 3 Prozent zurück und erreichten damit das niedrigste Niveau seit April. Im Jahresvergleich liegt die Kaufnachfrage jedoch noch um 7 Prozent höher als in der entsprechenden Vorjahreswoche – damals lagen die Hypothekenzinsen noch rund 35 Basispunkte höher als heute.

Auch die Refinanzierungsanträge entwickelten sich schwach. Sie fielen um 2 Prozent gegenüber der Vorwoche, lagen aber im Jahresvergleich noch um 20 Prozent höher. Das Tempo der Refinanzierungen in der vergangenen Woche war das langsamste seit dem vergangenen Juni. Dies deutet darauf hin, dass viele Hausbesitzer trotz des leichten Zinsrückgangs keinen ausreichenden Anreiz sehen, ihre bestehenden Darlehen umzuschulden.

Weniger Nachfrage nach variabel verzinslichen Hypotheken

Auffällig war zudem ein Rückgang der Nachfrage nach variabel verzinslichen Hypotheken, sogenannten Adjustable-Rate Mortgages (ARMs). Verbraucher tendieren typischerweise dann zu ARMs, wenn die Zinsen steigen – in einem Umfeld sinkender oder stabiler Zinsen verlieren diese Produkte an Attraktivität. Der aktuelle Rückgang spiegelt damit auch die veränderte Zinserwartung am Markt wider.

Die Hypothekenzinsen blieben in der laufenden Woche laut einer separaten Umfrage von Mortgage News Daily bislang weitgehend unverändert. Marktbeobachter richten ihren Blick nun auf den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht werden soll. Dieser könnte laut Analysten eine stärkere Reaktion am Anleihenmarkt auslösen und damit auch die Hypothekenzinsen in Bewegung bringen.

Für deutsche Anleger und Immobilieninteressierte ist die Entwicklung am US-Hypothekenmarkt ein wichtiger Indikator: Sie zeigt, dass selbst moderate Zinssenkungen nicht automatisch zu einer Belebung der Immobiliennachfrage führen. Hohe Immobilienpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten dämpfen die Kaufbereitschaft – ein Phänomen, das auch in Deutschland bekannt ist.

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