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Hinter den Kulissen der Credit Suisse-Rettung

Schweizer Nationalbank enthüllt Details zur Übernahme, Liquiditätshilfe und nötigen Finanzreformen

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Hinter den Kulissen der Credit Suisse-Rettung

In der Schweiz kamen im vergangenen Jahr ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Stabilität der renommierten Credit Suisse auf. Die Währungsbehörden des Landes prüften mehrere Szenarien zur Sicherstellung ihrer Zukunftsfähigkeit, wie Thomas Jordan, der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, kürzlich bekannt gab.

In einer Rede in der Hauptstadt Bern erörterte Jordan die Entscheidungsprozesse, die hinter den Kulissen stattfanden, als die Probleme der Bank offensichtlich wurden. Unter den in Betracht gezogenen Maßnahmen waren eine geordnete Abwicklung und eine temporäre Verstaatlichung. Beide Optionen wurden jedoch aufgrund der potenziellen Risiken für das Finanzsystem und die Steuerzahler verworfen.

Die letztendliche Entscheidung fiel auf eine Übernahme durch die UBS, die von den Behörden als das geringste Übel angesehen wurde. Diese Notmaßnahme wurde im Frühjahr durchgeführt, als ein Vertrauensverlust in die Bank zu einem massiven Abzug von Kundengeldern führte.

Jordan hob die entscheidende Rolle der Schweizerischen Nationalbank bei der Stabilisierung der Lage hervor, indem sie eine noch nie dagewesene Menge an Liquidität in drei verschiedenen Währungen bereitstellte, die auf dem Höhepunkt bei 168 Milliarden Franken lag.

Die Ereignisse rund um die Credit Suisse offenbarten auch einige Schwachstellen im bestehenden Finanzsystem. Jordan wies darauf hin, dass die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Abzüge von Kundeneinlagen die bisherigen Annahmen und Regulierungen übertrafen. Zudem kritisierte er die Bank für ihre unzureichenden Sicherheiten, die im Krisenfall als Pfand für die SNB dienen könnten.

Um künftige Krisen besser bewältigen zu können, sprach sich Jordan für drei Hauptanpassungen aus: eine Überarbeitung der Liquiditätsregulierung, eine bessere Vorbereitung von Sicherheiten durch die Banken und die Etablierung einer staatlichen Liquiditätssicherung, eines sogenannten Public Liquidity Backstops, um die SNB in die Lage zu versetzen, Banken in Schwierigkeiten ohne ausreichende Sicherheiten zu unterstützen.

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