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Hertz' Entscheidung: Ein Rückschlag für die Elektromobilität

Die Gründe hinter dem Elektroauto-Rückzug und die Auswirkungen auf die gesamte Branche

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Hertz' Entscheidung: Ein Rückschlag für die Elektromobilität

Hertz entscheidet sich für den Austausch von Tausenden von Elektroautos gegen Verbrennermodelle, und diese Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen auf die Elektromobilität. Der US-Autovermieter, einer der weltweit größten seiner Branche, plant den Verkauf von insgesamt 20.000 Elektroautos, was etwa einem Drittel seiner aktuellen Elektrofahrzeugflotte entspricht. Die Erlöse aus diesem Verkauf sollen dazu verwendet werden, neue Verbrennermodelle zu erwerben. Dieser Schritt erfolgt vor allem aufgrund hoher Kosten, die das Unternehmen für Reparaturen nach Unfällen bei Elektroautos tragen musste. Experten sind besorgt über die Auswirkungen dieser Entscheidung auf den Elektromobilitätssektor, da Mietwagenfirmen bisher eine wichtige Rolle bei der Förderung von Elektroautos gespielt haben.

Im Jahr 2022 hatte Hertz eine beeindruckende Großbestellung von 65.000 Elektroautos der Marke Polestar angekündigt und im Jahr 2021 bereits eine Großbestellung bei Tesla platziert. Diese Großaufträge sollten die steigende Nachfrage nach Elektroautos bedienen. Der damalige Hertz-Chef Mark Fields betonte die Wichtigkeit von Elektroautos und plante, bis Ende 2024 ein Viertel seiner gesamten Flotte auf Elektroautos umzustellen. Allerdings hat das Unternehmen später seine Pläne zur Erweiterung der Elektroflotte verlangsamt.

Ein zentrales Problem, das Hertz zur Reduzierung seiner Elektroauto-Flotte veranlasst hat, sind die hohen Kosten für Reparaturen nach Unfällen. Insbesondere die Logistik für Elektroauto-Komponenten, wie Windschutzscheiben und Stoßfänger, ist oft lückenhaft, was zu erheblichen Herausforderungen bei der Instandhaltung führt. Die damit verbundenen Ausgaben haben zuletzt 245 Millionen Dollar erreicht.

Vor der Ankündigung von Hertz stand der E-Auto-Markt bereits unter Druck, insbesondere in Deutschland, aufgrund des ausgelaufenen Umweltbonus für Elektroautos. Dieser Stopp führte dazu, dass Mietwagenfirmen wie Hertz keine Umweltprämien mehr beantragen konnten. Infolgedessen haben Hersteller wie Audi, Volkswagen und Volvo angekündigt, die Förderung vorübergehend selbst zu übernehmen, um die Verkaufszahlen nicht drastisch einbrechen zu lassen.

Zusätzlich zu den hohen Anschaffungskosten sind auch die Gebrauchtwagenpreise für Elektroautos ein Problem. Rabatte auf Neuwagenpreise, insbesondere von Unternehmen wie Tesla, haben die Restwerte der Elektromodelle stark beeinflusst. Dies erschwert die wirtschaftliche Nutzung von Elektrofahrzeugen in Mietwagenflotten, da diese Fahrzeuge nach einer gewissen Zeit entweder verkauft oder zu verhandelten Preisen an die Hersteller zurückgegeben werden müssen.

Die Entscheidung von Hertz könnte Signalwirkung für andere Mietwagenverleiher haben. Der deutsche Autovermieter Sixt begegnet ebenfalls Herausforderungen im Zusammenhang mit Elektroautos, darunter hohe Wartungskosten, Probleme auf dem Gebrauchtwagenmarkt und eine unzureichend ausgebaute Ladeinfrastruktur in Deutschland. Dennoch plant Sixt, bis 2030 einen Großteil seiner Flotte in Europa zu elektrifizieren, und mehr als 20 Prozent seiner aktuellen Flotte sind bereits elektrifizierte Fahrzeuge. Trotz der Schwierigkeiten bleibt die Elektromobilität ein Ziel für die Autovermietungsbranche.

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