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Herrenmodehersteller Ahlers stellt Insolvenzantrag

Weitere Modeunternehmen kämpfen ums Überleben in der Corona-Pandemie

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Herrenmodehersteller Ahlers stellt Insolvenzantrag

Der Modehersteller Ahlers stellt aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag. Die Ahlers AG und sieben Tochtergesellschaften werden beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag stellen. Die Folgen der Corona-Pandemie und die gestörten Lieferketten haben die Geschäftsentwicklung beeinträchtigt und dazu beigetragen, dass Ahlers den Insolvenzantrag stellen muss. Auch die allgemeine Kaufzurückhaltung, die hohe Inflation sowie Insolvenzen im Handel haben den Schritt notwendig gemacht. Dennoch gibt es Zukunftsoptionen für das Unternehmen, betont Firmenchefin Stella Ahlers.

Ahlers ist ein bekannter Herrenmodehersteller und besitzt Marken wie Baldessarini, Pierre Cardin, Pioneer und Otto Kern. Im Geschäftsjahr 2021/22 machte das Unternehmen 171 Millionen Euro Umsatz, was einem Zuwachs von 19,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Erlöse lagen jedoch unter dem Vor-Corona-Niveau von 207 Millionen Euro aus dem Geschäftsjahr 2018/2019. In den betroffenen Gesellschaften arbeiten rund 400 Beschäftigte. Diese erhalten für die Monate April, Mai und Juni Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Insgesamt beschäftigt Ahlers derzeit rund 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ahlers ist nicht das einzige Unternehmen in der Modebranche, das von den wirtschaftlichen Problemen in Deutschland betroffen ist. Allein im ersten Quartal dieses Jahres sind 27 Mode- und Schuhhändler in die Insolvenz gegangen. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Insolvenzen in der Gesamtwirtschaft ist währenddessen lediglich um 20 Prozent nach oben gegangen. Andere bekannte Mode- und Schuhkonzerne kämpfen ebenfalls um ihr Überleben. So stellte der Modehändler P&C einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren. Auch die Schuhhandelskette Reno meldete vor kurzem Insolvenz an, und im vergangenen Jahr rutschte der Hamburger Schuhhändler Görtz in die Pleite.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Modebranche in Deutschland entwickelt und ob weitere Unternehmen in Schwierigkeiten geraten werden. Es ist jedoch klar, dass die Corona-Pandemie und die gestörten Lieferketten die Branche hart getroffen haben. Unternehmen müssen sich an die veränderten Bedingungen anpassen und innovative Lösungen finden, um in der Zukunft erfolgreich zu sein.

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