Henkel wächst durch Preiserhöhungen
Konsumgüterriese erhöht Ausblick

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Pritt, zeigt sich im abgelaufenen Quartal von einer starken Seite und hebt seine Jahresprognose an. Das Unternehmen verzeichnete ein organisches Umsatzwachstum und passt nun seine Erwartungen für das Gesamtjahr an, mit einem prognostizierten Umsatzplus von 3,5 bis 4,5 Prozent. Die positive Entwicklung wird durch eine Anhebung der Preise und einen schneller als erwarteten Konzernumbau begünstigt.
Der Umbau zeigt bereits Wirkung: Im dritten Quartal konnte Henkel organisch um 2,8 Prozent auf etwa 5,4 Milliarden Euro wachsen. Trotz der Trennung vom Russland-Geschäft, eine direkte Folge der Ukraine-Invasion durch Russland, hat Henkel seine Umsatzziele nach oben korrigiert. Insbesondere das Geschäft mit Waschmitteln und Haarpflegeprodukten trug zu diesem Erfolg bei. Carsten Knobel, der Konzernchef, sieht den Konzern auf einem erfolgreichen Wachstumskurs, trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds.
Henkel profitiert ebenso von der Neustrukturierung des Kosmetik- und Waschmittelgeschäfts und plant, die Kosten zu senken. Ziel ist es, bis Ende 2024 signifikante Netto-Einsparungen zu erzielen, von denen bereits ein großer Teil bis Ende 2023 realisiert werden soll. Preiserhöhungen, ein Trend in der gesamten Konsumgüterbranche, unterstützen ebenfalls das Wachstum des Unternehmens.
Auch Konkurrenten wie Beiersdorf, der Mutterkonzern der Marke Nivea, und der amerikanische Riese Procter & Gamble zeigen sich optimistisch und setzen höhere Preise durch, um ihre Umsätze zu steigern und den Wachstumskurs beizubehalten. Henkels Anpassung der Jahresprognose spiegelt somit nicht nur die eigenen Erfolge wider, sondern auch ein branchenweites Phänomen, in dem Unternehmen trotz globaler Herausforderungen ihre Marktstellung stärken.
