Hedgefonds-Milliardär Tepper attackiert Whirlpool wegen Wertvernichtung
David Tepper fordert in einem Brandbrief tiefgreifende Strategie- und Führungsänderungen beim Haushaltsgerätehersteller.

David Tepper, Gründer des einflussreichen Hedgefonds Appaloosa Management, hat das Board von Whirlpool mit einem scharf formulierten Brief konfrontiert. Darin wirft der Milliardär dem amerikanischen Haushaltsgerätehersteller die systematische Vernichtung von Shareholder Value vor. Tepper verlangt grundlegende Änderungen in Strategie und Unternehmensführung.
Die Whirlpool-Aktie reagierte unmittelbar auf die Nachricht und stieg um knapp 1 Prozent. Solche Kursreaktionen sind typisch, wenn aktivistische Investoren ihre Forderungen öffentlich machen – der Markt spekuliert dann auf mögliche Verbesserungen durch den Druck von außen.
Appaloosa hält Whirlpool-Anteile im Wert von 282 Millionen Dollar
Das Engagement von Appaloosa Management bei Whirlpool ist erheblich. Laut Daten des Finanzdienstleisters Verity war Whirlpool zum Ende des vierten Quartals mit einem Wert von rund 282 Millionen US-Dollar die achtgrößte Position im Portfolio des Hedgefonds. Dies unterstreicht das erhebliche finanzielle Interesse Teppers an einer Kurskorrektur beim Konzern.
Tepper gilt als einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager der Wall Street. Appaloosa Management ist bekannt dafür, Druck auf Unternehmen auszuüben, die aus Sicht des Fonds ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Für deutsche Anleger ist Whirlpool vor allem als Hersteller von Haushaltsgeräten bekannt, der auch in Europa unter verschiedenen Marken aktiv ist.
Weitere Details zu den konkreten Forderungen Teppers sowie zur Reaktion des Whirlpool-Managements waren zunächst nicht bekannt. Die Situation wird sich voraussichtlich in den kommenden Tagen weiterentwickeln.
