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Handelsboom vor US-Wahl sorgt für volle Lager

Deutsche Unternehmen stocken Exporte auf – Angst vor neuen Zollbeschränkungen

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Handelsboom vor US-Wahl sorgt für volle Lager

Die Vereinigten Staaten haben in den letzten Jahren als Handelspartner für Deutschland erheblich an Bedeutung gewonnen. Vor der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl verzeichnet der transatlantische Handel einen weiteren Aufschwung. Unternehmen scheinen ihre Lager sicherheitshalber aufzufüllen, um möglichen zukünftigen Handelsbeschränkungen zuvorzukommen. Seit 2017 weist Deutschland im Handel mit den USA die höchsten Exportüberschüsse im Vergleich zu anderen Ländern auf. Im vergangenen Jahr betrug der Überschuss 63,3 Milliarden Euro, ein Rekordwert. Auch im ersten Halbjahr 2024 lag der Exportüberschuss bei 34,7 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte in die USA stiegen im Vergleich zu 2003 um 156,2 Prozent, während die Importe um 141,3 Prozent zunahmen.

Der anhaltende Boom im transatlantischen Handel wird teilweise durch die Unsicherheiten rund um die Präsidentschaftswahl in den USA angetrieben. Donald Trump, der republikanische Kandidat, tritt gegen Kamala Harris, die demokratische Vizepräsidentin, an. Es wird befürchtet, dass eine neue US-Regierung, insbesondere unter Trump, den Protektionismus weiter verschärfen könnte, indem zusätzliche Zollbeschränkungen eingeführt werden. Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), berichtet von einer verstärkten Aktivität im Handel zwischen den USA, Europa und Asien, da Unternehmen ihre Vorräte schon vor der Wahl aufstocken. Der Handel habe in diesem Jahr erheblich zugenommen, und es sei zu beobachten, dass verstärkt Warenströme aktiviert und Lager gefüllt werden.

Besonders die deutschen Exporte von pharmazeutischen Produkten haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Im vergangenen Jahr gingen fast ein Viertel aller deutschen Pharma-Exporte in die USA, ein Anteil, der seit 2008 stark angestiegen ist. Auch der Maschinenbau, die Automobilbranche und der Export von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sind bedeutende Sektoren im Handel mit den Vereinigten Staaten. Trump hatte während seiner ersten Amtszeit zwischen 2017 und 2021 die hohen deutschen Exportüberschüsse wiederholt kritisiert. Er sieht sie als potenzielle Bedrohung für die globale Wirtschaft und setzt auf Zölle, um die US-Produktion anzukurbeln. Neben Rivalen wie China zielt er auch auf Verbündete wie die Europäische Union ab, indem er etwa Zölle auf importierte Autos aus Deutschland einführen will.

HandelUSADeutschlandImportExportLogistik

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