ANZEIGE

Hackerangriff sorgt für Chaos an Flughäfen

BER erwartet Rekordandrang, Brüssel streicht die Hälfte der Abflüge

2 Min
Hackerangriff sorgt für Chaos an Flughäfen

Lange Schlangen und Wartezeiten prägten am Montag die Situation am Flughafen Berlin-Brandenburg. Grund dafür waren die Folgen eines Cyberangriffs auf die Check-in-Systeme mehrerer europäischer Flughäfen, die weiterhin spürbar blieben. Ein Sprecher des Flughafens erklärte am Morgen, dass es zwar zunächst keine direkten Flugausfälle oder größeren Verspätungen gegeben habe, dies sich jedoch im Laufe des Tages ändern könne. Besonders herausfordernd war die Lage durch die Rückreisen Tausender Teilnehmer des Berliner Marathons, die für ein ungewöhnlich hohes Passagieraufkommen sorgten. Rund 95.000 Reisende wurden am BER erwartet, deutlich mehr als an einem regulären Montag mit üblicherweise 75.000 bis 85.000 Passagieren.

Die Betreiber baten Fluggäste weiterhin, nach Möglichkeit den Online-Check-in zu nutzen und Gepäck selbstständig an den Automaten aufzugeben. Hintergrund war der Angriff auf die Systeme einer externen Firma, die für den Check-in und die Abfertigung zuständig war. Dieses Unternehmen kündigte an, die notwendigen Updates stünden kurz vor dem Abschluss und sollten das System wieder in vollem Umfang funktionsfähig machen. Dennoch rechnete man an den betroffenen Standorten mit weiteren Einschränkungen.

Besonders gravierend fielen die Folgen am Flughafen Brüssel aus, wo die Hälfte aller für Montag geplanten Abflüge gestrichen wurde. Ein Sprecher des Flughafens teilte mit, dass bis dahin noch keine sichere und aktualisierte Software-Version der betroffenen Firma Collins Aerospace vorlag. Schon am Sonntag mussten dort 50 von insgesamt 257 geplanten Abflügen ausfallen. Passagiere standen vor Ort teilweise stundenlang in langen Schlangen.

Auch die Flughäfen in Dublin und London Heathrow berichteten von Problemen bei der Abfertigung, die direkt mit dem Cyberangriff zusammenhingen. Eurocontrol, die Dachorganisation der Flugsicherung in Europa, bestätigte, dass vier große Flughäfen unmittelbar betroffen waren. Für andere große deutsche Flughäfen lagen keine Hinweise auf Störungen vor.

Der Angriff auf den IT-Dienstleister Collins Aerospace erfolgte am Freitagabend. Über die Hintergründe der Cyberattacke gab es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Experten des Unternehmens arbeiteten an einer Lösung, um die Systeme zu stabilisieren und den Normalbetrieb wiederherzustellen. Bis dahin blieb die Lage an den betroffenen Standorten angespannt, da die Sicherheitsvorkehrungen den Ablauf zusätzlich verlangsamten.

FlughafenBerlinCyberangriff

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer