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Größter EU-Pensionsfonds trennt sich von Tesla-Aktien

Kritik an Musks Gehalt und Arbeitsbedingungen führte zum milliardenschweren Ausstieg

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Größter EU-Pensionsfonds trennt sich von Tesla-Aktien

Der niederländische Pensionsfonds ABP, Europas größter seiner Art, hat im dritten Quartal des vergangenen Jahres sämtliche Anteile an Tesla veräußert. Der Wert der verkauften Beteiligung belief sich auf 571 Millionen Euro, was umgerechnet etwa 585 Millionen US-Dollar entspricht. Die Entscheidung, sich vollständig von Tesla-Aktien zu trennen, geht laut dem Fonds auf Ereignisse zurück, die mehrere Monate zurückliegen.

Im Zentrum der Kritik stand ein milliardenschweres Vergütungspaket für den Tesla-CEO Elon Musk. Musk hatte sich einen erheblichen Teil seines Gehalts in Form von Aktienoptionen auszahlen lassen, deren Wert durch den starken Kursanstieg des Unternehmens exponentiell gestiegen war. Konkret erhöhte sich der Wert der Optionen von ursprünglich 2,6 Milliarden auf 56 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung stieß auf erheblichen Widerstand, nicht nur seitens des ABP. Ein Gericht im US-Bundesstaat Delaware untersagte die Auszahlung des Pakets zunächst im Januar 2023. Trotz eines erneuten Votums der Aktionäre, das die Auszahlung mehrheitlich unterstützte, wurde das Urteil im Dezember desselben Jahres bekräftigt.

Der niederländische Fonds hatte bereits im Juni 2023 gegen das Vergütungspaket gestimmt und es als „umstritten und außergewöhnlich hoch“ bezeichnet. Neben der Ablehnung des Gehaltspakets spielte auch die Bewertung von Teslas Arbeitsbedingungen eine Rolle bei der Entscheidung, sich von den Aktien zu trennen. Der Fonds betonte, dass neben finanziellen Aspekten wie Kosten und Rendite auch Anforderungen an verantwortungsvolle Investitionen berücksichtigt werden.

Die Fondsmanager betonten, dass die Entscheidung nicht durch die politischen Statements von Elon Musk beeinflusst wurde. Vielmehr standen das Gehaltspaket und die damit verbundenen ethischen Überlegungen im Vordergrund. Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen bei Tesla verstärkten die Haltung des Fonds, der sich den Prinzipien nachhaltigen Investierens verpflichtet sieht.

Erstmalig berichtete die niederländische Zeitung „Het Financieele Dagblad“ über den Ausstieg. Der Schritt des ABP steht in einer Reihe von Entscheidungen, bei denen der Fonds seine Investitionen unter sozialen, ethischen und nachhaltigen Gesichtspunkten prüft.

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