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Goldman Sachs senkt TOPIX-Kursziele wegen steigender Energiepreise

Der Nahostkonflikt belastet Japans Aktienmarkt – Goldman Sachs reagiert mit deutlich reduzierten Prognosen.

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Goldman Sachs senkt TOPIX-Kursziele wegen steigender Energiepreise

Goldman Sachs hat am Sonntag seine Kursziele für den japanischen TOPIX-Index gesenkt. Als Hauptgrund nennt die US-Investmentbank höhere Energiepreise infolge des anhaltenden Krieges im Nahen Osten. Die Störungen in der Straße von Hormus belasten die japanische Wirtschaft erheblich.

Konkret reduzierte Goldman Sachs die Drei-, Sechs- und Zwölf-Monats-Ziele für den TOPIX auf 3.800, 4.000 beziehungsweise 4.200 Punkte. Zuvor lagen diese Ziele bei 3.900, 4.100 und 4.300 Punkten. Die Senkung fällt damit jeweils um 100 Punkte aus.

Gleichzeitig korrigierte die Bank ihre Prognose für das Wachstum des Gewinns je Aktie (EPS) im japanischen Geschäftsjahr 2026 deutlich nach unten. Statt der ursprünglich erwarteten 12,3 Prozent rechnet Goldman Sachs nun nur noch mit einem Wachstum von 7,2 Prozent. Grundlage ist ein Basisszenario, das eine rund sechswöchige Beeinträchtigung durch die Störungen in der Straße von Hormus annimmt.

Nahostkonflikt ohne Deeskalation

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran zeigt laut Goldman Sachs kaum Anzeichen einer Beruhigung. Am Wochenende eröffneten Angriffe der jemenitischen Huthi auf Israel potenziell eine neue Front. Die Bank betont, dass die Erwartungen an eine schnelle Lösung des Konflikts erheblich gedämpft worden seien.

Die Marktstimmung bleibe fragil, so die Analysten. Japans Wirtschaft ist besonders anfällig für Energiepreisschocks, da das Land stark von Öl- und Gasimporten abhängig ist. Störungen in der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit – treffen Japan daher direkt.

Der TOPIX-Index verzeichnete im März einen Verlust von 10,2 Prozent. Damit endet eine elfmonatige Gewinnserie, in der der Index im vergangenen Jahr mehrfach neue Rekordhochs erreicht hatte. Die Märkte preisten weitere energiebezogene Störungen sowie Lieferkettenunterbrechungen durch reduzierte Schifffahrtsaktivitäten ein.

Binnenmarkt und Defensive als Ausnahmen

Trotz des schwierigen Umfelds gibt es Bereiche, die sich besser halten. Goldman Sachs hebt hervor, dass binnenmarktorientierte japanische Aktien weiterhin stark blieben. Auch Versicherungstitel und defensive Werte zeigten Stabilität.

Besonders auffällig ist die Outperformance von Pharma- und Gesundheitswerten in den vergangenen Wochen. Diese Sektoren profitieren in unsicheren Zeiten von ihrer defensiven Natur und gelten als weniger anfällig für geopolitische Energiepreisrisiken. Für Anleger mit Japanexposure könnte eine Neugewichtung in Richtung dieser Segmente sinnvoll sein.

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