Goldman Sachs: Gewinn steigt um 12% dank starkem Trading
Goldman Sachs hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung von 12% erzielt. Haupttreiber waren höhere Handelserlöse, ein boomender Markt für Fusionen und Übernahmen sowie ein einmaliger Gewinn aus dem Ausstieg bei der Apple Card.

Goldman Sachs hat das vierte Quartal 2024 mit einem deutlichen Gewinnzuwachs abgeschlossen. Der den Stammaktionären zurechenbare Gewinn stieg auf 4,38 Milliarden US-Dollar oder 14,01 Dollar je Aktie, verglichen mit 3,92 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Anstieg von rund 12 Prozent.
Handelsgeschäft profitiert von Marktvolatilität
Die Aktienhändler der Wall-Street-Bank nutzten die hohe Volatilität an den Märkten geschickt aus. Unsicherheiten über den Zinspfad der US-Notenbank Federal Reserve und die Bewertung von KI-Unternehmen sorgten für rege Handelsaktivität. Die Erlöse aus dem Aktiengeschäft kletterten auf 4,31 Milliarden Dollar, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das FICC-Geschäft (festverzinsliche Wertpapiere, Währungen und Rohstoffe) legte um 12,5 Prozent auf 3,11 Milliarden Dollar zu.
Apple-Card-Ausstieg bringt Sondergewinn
Einen wichtigen Beitrag zum Quartalsergebnis leistete der Ausstieg aus der Kreditkartenpartnerschaft mit Apple. Goldman übertrug die Apple Card an JPMorgan Chase und verzeichnete dadurch einen Gewinn von 46 Cent je Aktie. Zusätzlich konnte die Bank Rückstellungen in Höhe von 2,48 Milliarden Dollar auflösen, die zuvor für mögliche Kreditausfälle bei der Karte gebildet worden waren. Der Ausstieg markiert einen weiteren Schritt in Goldmans Rückzug aus dem Privatkundengeschäft, das sich als kostspielig erwiesen hatte.
Investmentbanking mit Rekordergebnis
Das Investmentbanking entwickelte sich zum Wachstumsmotor. Die Gebühreneinnahmen stiegen um 25 Prozent auf 2,58 Milliarden Dollar. Goldman beriet 2024 bei einigen der größten Transaktionen des Jahres, darunter das 56,5 Milliarden Dollar schwere Leveraged Buyout von Electronic Arts und die 32 Milliarden Dollar teure Übernahme des Cloud-Sicherheitsunternehmens Wiz durch <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet. Mit einem Transaktionsvolumen von 1,48 Billionen Dollar und Gebühreneinnahmen von 4,6 Milliarden Dollar sicherte sich Goldman erneut den Spitzenplatz im globalen M&A-Geschäft.
Ausblick: Fusionswelle soll anhalten
Analysten erwarten, dass das günstige Umfeld für Fusionen und Übernahmen auch 2025 bestehen bleibt. Ein entgegenkommenderes Regulierungsumfeld unter Präsident Donald Trump, niedrigere Zinsen und überschüssige Liquidität ermutigen Unternehmen zu größeren Transaktionen. Besonders im Technologiesektor dürften massive KI-Investitionen weitere Mega-Deals anstoßen. Goldman Sachs ist damit gut positioniert, um von dieser Entwicklung weiter zu profitieren.
