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GM hebt Prognose an nach Zollentlastung

Geringere Verluste bei Elektroautos und starke Quartalszahlen treiben Aktie auf Sechsjahreshoch

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GM hebt Prognose an nach Zollentlastung

General Motors hat seine Jahresprognose angehoben, nachdem sich die Aussichten im Zollstreit verbessert haben und die Verluste im Elektroautogeschäft geringer ausfallen als erwartet. Der Konzern erwartet nun ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 12 und 13 Milliarden Dollar, nach zuvor 10 bis 12,5 Milliarden. Die Belastung durch Zölle wird nur noch auf 3,5 bis 4,5 Milliarden Dollar geschätzt, statt wie bisher auf bis zu 5 Milliarden. An der Börse reagierten die Anleger positiv: Die Aktie von General Motors legte um 15 Prozent zu – der stärkste Tagesgewinn seit fast sechs Jahren.

Konzernchefin Mary Barra erklärte in einem Schreiben an die Aktionäre, das Unternehmen habe seine Investitionen in Elektrofahrzeuge an die ursprünglichen gesetzlichen Vorgaben angepasst, die unter Präsident Donald Trump inzwischen weitgehend gelockert wurden. Die Managerin kündigte dennoch weitere Kosten im Zusammenhang mit der Elektrostrategie an, betonte jedoch, dass E-Fahrzeuge weiterhin eine zentrale Rolle im Konzern spielten. Kurzfristig werde die Nachfrage nach Stromern geringer ausfallen als geplant, erklärte Barra. Durch eine schnelle Anpassung der Produktionskapazitäten sollen die Verluste in diesem Bereich ab 2026 sinken.

Bereits zu Monatsbeginn hatte GM eine Sonderbelastung von 1,6 Milliarden Dollar infolge von Änderungen der Elektroauto-Strategie verbucht. Zum Ende des dritten Quartals war zudem eine Steuervergünstigung von 7.500 Dollar pro Elektrofahrzeug ausgelaufen. Gleichzeitig wurden die Vorschriften zu Emissionen und Verbrauch gelockert, was die strategische Neuausrichtung des Unternehmens zusätzlich beeinflusste. Der Umsatz des Konzerns sank im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 48,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,80 Dollar deutlich über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 2,31 Dollar gerechnet hatten.

Die starken Zahlen von GM wirkten sich auch positiv auf andere Hersteller aus: Die Aktien von Ford Motor stiegen um rund fünf Prozent, die von Stellantis um etwa vier Prozent. Trotz der anhaltenden Unsicherheit im internationalen Handel blieben die US-Autoverkäufe im dritten Quartal stabil und legten um sechs Prozent zu. Käufer entschieden sich vermehrt für höherpreisige Modelle mit zusätzlichen Ausstattungen, obwohl die Hersteller die Fahrzeugpreise wegen der Zollkosten nicht weiter erhöhten.

General Motors will künftig 35 Prozent seiner Zollbelastungen ausgleichen. Eine neue Regelung der US-Regierung ermöglicht Unternehmen bis 2030 eine Gutschrift von 3,75 Prozent des empfohlenen Verkaufspreises für in den Vereinigten Staaten montierte Fahrzeuge. Barra dankte dem Präsidenten für diese Anpassungen, die US-Produzenten wettbewerbsfähiger machen sollen. Zudem investiert GM vier Milliarden Dollar in seine Werke in Michigan, Kansas und Tennessee, um die Auswirkungen der Importzölle langfristig zu mindern.

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