GlobalFoundries übertrifft Erwartungen mit starkem Quartalsumsatz dank KI-Chip-Boom
US-Chipauftragsfertiger profitiert von hoher Nachfrage nach Rechenzentrum-Chips und kündigt 500-Millionen-Dollar-Aktienrückkauf an.

GlobalFoundries hat am Mittwoch Quartalszahlen vorgelegt, die die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Der US-amerikanische Chipauftragsfertiger profitiert dabei von der anhaltend starken Nachfrage nach spezialisierten Halbleitern für Rechenzentren und kündigte zugleich ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Millionen Dollar an. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel daraufhin um über 7 Prozent zu.
Der Umsatz im vierten Quartal belief sich auf 1,83 Milliarden Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen von 1,80 Milliarden Dollar. Auf bereinigter Basis verdiente das Unternehmen 55 Cent pro Aktie – deutlich mehr als die erwarteten 47 Cent. Für das laufende erste Quartal prognostiziert GlobalFoundries einen Umsatz von 1,63 Milliarden Dollar, während Analysten nur mit 1,61 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
Fokus auf KI-Infrastruktur zahlt sich aus
GlobalFoundries hat seine Strategie in den vergangenen Monaten konsequent auf den wachstumsstarken Bereich der künstlichen Intelligenz ausgerichtet. Das Unternehmen stellt spezialisierte Chips her, die es Rechenzentren ermöglichen, Daten mit höchster Geschwindigkeit untereinander zu übertragen – eine Schlüsseltechnologie für KI-Anwendungen und Cloud-Computing.
Besonders erfolgreich entwickelt sich dabei das Geschäft mit Silizium-Photonik, einer innovativen Technologie, die Lichtimpulse zur Datenübertragung nutzt. Im November verstärkte GlobalFoundries diesen Bereich durch die Übernahme von Advanced Micro Foundry, einem in Singapur ansässigen Spezialisten für diese Technologie.
Umsatz mit Silizium-Photonik verdoppelt
Die strategische Neuausrichtung zeigt bereits deutliche Erfolge: Der Umsatz im Bereich Silizium-Photonik hat sich im vergangenen Jahr auf über 200 Millionen Dollar verdoppelt. Für das laufende Jahr erwartet das Management eine erneute Beinahe-Verdopplung dieser Erlöse. Diese Technologie gilt als Schlüssel für die nächste Generation von Rechenzentren, die den enormen Datenhunger von KI-Anwendungen bewältigen müssen.
Für das erste Quartal 2025 rechnet GlobalFoundries mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 35 Cent, plus oder minus 5 Cent. Analysten hatten im Durchschnitt mit 34 Cent gerechnet. Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm unterstreicht das Vertrauen des Managements in die weitere Geschäftsentwicklung und signalisiert finanzielle Stärke.
GlobalFoundries positioniert sich damit als wichtiger Profiteur des anhaltenden KI-Booms und der damit verbundenen Investitionen in Rechenzentrumsinfrastruktur. Die starke Nachfrage nach spezialisierten Chips dürfte dem Unternehmen auch in den kommenden Quartalen Rückenwind verschaffen.
