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General Motors steigert operativen Gewinn deutlich

Höhere Verbrenner-Nachfrage und Kosteneinsparungen gleichen Verluste im China-Geschäft aus

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General Motors steigert operativen Gewinn deutlich

Der US-amerikanische Automobilhersteller General Motors hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg des operativen Gewinns verzeichnet. Verantwortlich für das Wachstum war vor allem die anhaltend hohe Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht, stieg das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 10,60 US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, das durch Streikkosten und Verluste der Robotaxi-Tochter Cruise belastet war.

Gleichzeitig musste der Konzern jedoch einen erheblichen Rückgang des Nettogewinns hinnehmen. Aufgrund milliardenschwerer Abschreibungen auf das China-Geschäft sowie auf Cruise sank der Nettogewinn um über 40 Prozent auf sechs Milliarden US-Dollar. Für das laufende Jahr plant General Motors einen Nettogewinn zwischen 11,2 Milliarden und 12,5 Milliarden US-Dollar.

Der Ausblick des Unternehmens berücksichtigt noch keine potenziellen wirtschaftlichen Veränderungen, die sich aus neuen Handelszöllen, Kürzungen der E-Auto-Förderung oder Steueranpassungen unter einer möglichen erneuten US-Präsidentschaft von Donald Trump ergeben könnten. Besonders betroffen wäre GM von möglichen höheren Importzöllen auf Fahrzeuge, die in Kanada und Mexiko produziert werden. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in die Elektromobilität getätigt. Dennoch machten reine Elektroautos nur einen vergleichsweise geringen Anteil an den Gesamtverkäufen aus. Von den insgesamt weltweit abgesetzten 2,7 Millionen Fahrzeugen entfielen lediglich rund 114.000 auf reine Elektrofahrzeuge.

Zwei bedeutende Belastungsfaktoren wird General Motors in Zukunft hinter sich lassen. Der Konzern plant eine umfassende Umstrukturierung seines verlustreichen China-Geschäfts. Laut Finanzchef Paul Jacobson konnte das bereinigte operative Ergebnis im vierten Quartal dort bereits wieder positiv ausfallen. Zudem sorgt die Abwicklung des defizitären Robotaxi-Geschäfts für eine erhebliche Entlastung. Der Geschäftsbereich Cruise hatte seit 2016 insgesamt zehn Milliarden US-Dollar an Investitionen gebunden, ohne Gewinne zu erwirtschaften. Durch dessen Einstellung rechnet GM nun mit Einsparungen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar.

Trotz der Herausforderungen bleibt General Motors optimistisch, was die zukünftige Geschäftsentwicklung angeht. Die Nachfrage nach Verbrennerfahrzeugen bleibt weiterhin hoch, und die geplanten Kosteneinsparungen sollen das Unternehmen auf eine stabilere wirtschaftliche Grundlage stellen. Die langfristigen Auswirkungen geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen bleiben allerdings abzuwarten.

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