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Gehalt von Piloten bei Lufthansa und Eurowings

Unterschiede bei den Bezügen und Einflussfaktoren auf die Vergütung 2025

2 Min
Gehalt von Piloten bei Lufthansa und Eurowings

Die Lufthansa-Gruppe sucht im Jahr 2025 rund 800 neue Flugzeugführer. Die Ausbildung für angehende Piloten ist jedoch kostenintensiv und erfordert eine Investition von etwa 120.000 Euro. Während Bewerber früher einen Großteil dieser Summe selbst aufbringen mussten, reicht nun ein Eigenkapital von 10.000 Euro, der Rest wird vorfinanziert. Berufseinsteiger müssen das finanzierte Kapital zurückzahlen, sobald ihr Einkommen eine bestimmte Grenze überschreitet. Je höher das Gehalt, desto schneller erfolgt die Rückzahlung.

Die Piloten der Lufthansa gehören zu den bestbezahlten im Konzern. Ein First Officer startet bei der Kernmarke mit einem Jahresgehalt von 88.600 Euro. In der höchsten Senioritätsstufe kann ein Kapitän bis zu 281.300 Euro im Jahr verdienen, exklusive Zulagen. Ein Kapitän, der 30 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann, kann mit Zulagen auch die 300.000-Euro-Marke überschreiten. Im Vergleich dazu verdienen Piloten von Eurowings deutlich weniger. Ein First Officer beginnt dort mit rund 70.200 Euro, und ein Kapitän erreicht ein Maximum von etwa 202.300 Euro, was rund 80.000 Euro unter dem Gehalt der Lufthansa-Piloten liegt.

Das Gehalt eines Piloten wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter das Flugzeug, die Anzahl der Berufsjahre und die Zahl der monatlich geflogenen Blockstunden. Diese Kriterien machen einen direkten Gehaltsvergleich zwischen Lufthansa und Eurowings schwierig. Lufthansa-Piloten, die auf Langstreckenflügen unterwegs sind, verdienen in der Regel mehr als ihre Kollegen auf der Kurzstrecke, da Langstreckenflüge generell besser bezahlt werden. Auch die Seniorität hat großen Einfluss auf das Gehalt. So kann ein First Officer, der 30 Jahre im Dienst ist, theoretisch mehr verdienen als ein Kapitän mit weniger Dienstjahren.

Für Piloten der Lufthansa gibt es nach wie vor viele Sonderrechte, die innerhalb des Konzerns zu einer Zweiklassengesellschaft führen. Diese Unterschiede betreffen sowohl das Gehalt als auch Zulagen. In der Vergangenheit war für Lufthansa-Piloten eine Mindestflottengröße festgelegt, die jedoch während der Pandemie einseitig gekündigt wurde. Einige Experten sehen die Notwendigkeit, diese Regelungen zu überarbeiten, um mehr Transparenz und Attraktivität für die Piloten zu schaffen.

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