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Gegenbewegung am Horizont

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Gegenbewegung am Horizont

Nach den jüngsten Rückschlägen an den Märkten deutet sich heute eine leichte Erholung im deutschen Leitindex an. Der DAX war zum heutigen Handelsstart bei 15.866 Punkten erwartet und liegt aktuell bei 15.774. Trotz dieser positiven Aussicht lasten weiterhin diverse Sorgen auf den Investoren.

Gestern verzeichnete der DAX einen deutlichen Rückgang, als er den XETRA-Handel mehr als ein Prozent tiefer bei 15.775 Punkten abschloss. Schwache Exportdaten aus China sowie die Abstufung der Bonität einiger US-Banken durch die Rating-Agentur Moody's belasteten die US-Börsen zu Handelsbeginn. Trotz einer späten Gegenbewegung hielten sich die Verluste am Abend in Grenzen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent tiefer auf 35.314 Punkten, während der Nasdaq um 0,8 Prozent auf 13.884 Punkte nachgab. Der S&P 500 verlor 0,4 Prozent und schloss bei 4499 Punkten.

Auch die asiatischen Börsen verzeichneten Verluste am Morgen. Der japanische Nikkei-Index notiert 0,4 Prozent tiefer bei 32.253 Punkten, während der breiter gefasste Topix-Index um 0,4 Prozent auf 2282 Punkte nachgab. Die Börse in Shanghai verzeichnete ein Minus von 0,2 Prozent, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,1 Prozent fiel.

Die Ursache für den erneuten Kursverlust in Fernost liegt in den negativen Konjunkturnachrichten aus China. Die chinesische Wirtschaft geriet in eine Deflation: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Verbraucherpreise im Juli um 0,3 Prozent, nachdem sie im Juni bereits stagnierten und im Mai leicht um 0,2 Prozent gestiegen waren. Die Erzeugerpreise verzeichneten den zehnten Monat in Folge ein Minus und fielen im Juli um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die europäische Gemeinschaftswährung, der Euro, setzt seine Pendelbewegung gegenüber dem Dollar fort. Nachdem gestern die Marke von 1,10 Dollar überschritten wurde, notiert der Euro am Morgen mit 1,0965 Dollar darunter.

Die Ölpreise halten sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 85,50 Dollar, während die US-Sorte WTI bei 82,85 Dollar notiert. Der Preis für eine Feinunze Gold ist leicht auf 1930 Dollar gestiegen.

Im Fokus des DAX stehen heute die Aktien von E.ON. Der Konzern verzeichnete aufgrund eines schwächeren Zinsergebnisses im zweiten Quartal einen deutlich geringeren Gewinn als im Vorjahr. Die Aktionäre verzeichneten in den letzten drei Monaten bis Ende Juni einen Gewinn von 1,16 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 19 Prozent entspricht. Das Tagesgeschäft lief jedoch besser als im Vorjahr, und die vorläufigen Halbjahreszahlen, die Ende Juli vorgelegt wurden, wurden bestätigt, ebenso wie die vor zwei Wochen angehobene Jahresprognose.

Der Diagnostikkonzern Qiagen senkte aufgrund eines Nachfragerückgangs nach Corona-Tests und ausbleibender Großkundenaufträge seine Jahresziele. Für 2023 erwartet das Unternehmen nun bei konstanten Wechselkursen einen Umsatz von mindestens 1,97 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 2,07 Dollar. Bisher wurde ein Umsatzrückgang auf mindestens 2,05 Milliarden Dollar und ein bereinigter Gewinn je Aktie von mindestens 2,10 Dollar erwartet.

Laut Medienberichten bereitet der Rüstungskonzern den weiteren Export von Kampfpanzern in die Ukraine vor. Das Unternehmen hat 50 Leopard-1-Panzer vom belgischen Unternehmen OIP Land Systems erworben. Diese sollen für den Einsatz in der Ukraine umgerüstet werden. Insgesamt sollen rund 30 Einheiten an die Ukraine geliefert werden. Der Vorläufer des Leopard 2 ist der Kampfpanzer, der derzeit von der Bundeswehr eingesetzt wird.

Der Google-Mutterkonzern Alphabet führt Gespräche mit dem Musiklabel Universal Music über die Lizenzierung von Künstlerstimmen und Melodien für mit künstlicher Intelligenz generierte Songs. Diese Gespräche sollen ein Instrument entwickeln, mit dem Fans Titel erstellen und die Urheberrechtsinhaber bezahlen können. Künstler sollen die Wahl haben, sich für den Prozess zu entscheiden.

Der US-Medien- und Unterhaltungskonzern Walt Disney steigt gemeinsam mit dem Kasino-Besitzer Penn Entertainment in das Sportwettengeschäft ein. Das Geschäft soll unter dem Namen ESPN Bet firmieren. Disney betreibt den Sportsender ESPN, der nun durch diese Kooperation gestärkt wird.

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