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Fünf Festnahmen nach Bombendrohung gegen RAF Fairford – Iran bestreitet Beteiligung

Britische Polizei verhaftet fünf Männer nahe dem US-Luftwaffenstützpunkt, Iran weist Verbindung kategorisch zurück.

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Fünf Festnahmen nach Bombendrohung gegen RAF Fairford – Iran bestreitet Beteiligung

Die britische Polizei hat am Sonntag in der Nähe der Royal Air Force Base Fairford im Westen Englands fünf Männer festgenommen. Sie stehen unter dem Verdacht der Sprengstoffkriminalität sowie von Terrorismusdelikten. Die Anti-Terror-Einheiten (Counterterrorism-Polizei) untersuchen nach eigenen Angaben einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Iran und einer angeblichen Bombendrohung gegen den Stützpunkt, der auch von den USA genutzt wird.

RAF Fairford dient als Kommandostützpunkt der US-Luftwaffe für Operationen in Europa. Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen wird die Basis auch für amerikanische Angriffe auf iranische Raketenstandorte genutzt. Die Zeitung The Daily Telegraph berichtete am Montag, die britische Polizei gehe davon aus, dass der Iran der wahrscheinlichste staatliche Akteur hinter dem angeblichen Attentatsplan sei.

Bereits im Vorfeld hatte der iranische Botschafter Seyed Ali Mousavi erklärt, die Erlaubnis für US-Bomber, vom Stützpunkt in Fairford aus zu starten, stelle eine „wichtige Angelegenheit unserer Selbstverteidigung“ dar. Im Juli hatte die Revolutionsgarde Irans gewarnt, jede Basis, die bei Luftangriffen gegen die Islamische Republik genutzt werde, sei ein legitimes Ziel. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran schienen am Wochenende in einer Pattsituation zu enden.

Iranische Botschaft weist Vorwürfe zurück

Die iranische Botschaft in London erklärte am Montag, sie lehne Spekulationen, die das Land mit der Festnahme der fünf Männer in RAF Fairford in Verbindung bringen, „kategorisch“ ab. In einer über soziale Medien veröffentlichten Erklärung hieß es weiter, sie „verurteile diese scharf“.

Die Botschaft warnte zugleich: „Die Verbreitung solcher erfundenen Spekulationen, insbesondere im Nachgang der kriminellen Agtshandlungen, die die Vereinigten Staaten und das israelische Regime gegen das iranische Volk begangen haben, wird keinem anderen Zweck dienen, als die Propaganda gegen den Iran (Iranophobie) im Vereinigten Königreich zu schüren.“

Darüber hinaus behielt sich die Islamische Republik Iran das Recht vor, „erforderlichenfalls geeignete rechtliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Rechte und Interessen des Landes und seiner Bevölkerung zu wahren, als Reaktion auf irreführende und schädigende mediale Narrative“.

Erhöhte Spannungen zwischen Washington und Teheran

Der Fall fällt in eine Phase erheblicher Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die Verhandlungen beider Seiten schienen am Wochenende festgefahren. Die Warnung der Revolutionsgarde aus dem Juli, wonach jede für Luftangriffe genutzte Basis ein legitimes Ziel sei, unterstreicht die angespannte Sicherheitslage in der Region und die wachsende Bedeutung europäischer Stützpunkte für US-Operationen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem mit Blick auf die geopolitische Risikolage relevant. Eine weitere Eskalation zwischen Washington und Teheran könnte die Ölpreise, die Sicherheitsprämien an den Märkten und die Stimmung an den internationalen Finanzplätzen beeinflussen. Die britischen Ermittlungen dauern an; bislang handelt es sich bei dem möglichen iranischen Zusammenhang um einen Verdacht, der von offizieller Seite bislang nicht bestätigt wurde.

Die fünf festgenommenen Männer befinden sich in Gewahrsam. Ob und wann Anklage erhoben wird, ist derzeit nicht bekannt. Der Iran hat jede Beteiligung an einem angeblichen Attentatsplan bestritten und rechtliche Schritte gegen „irreführende und schädigende mediale Narrative“ angekündigt.

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