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Funboys: BBC-Sitcom aus Nordirland überzeugt mit eigenem Humor

Die britische Sitcom Funboys kehrt mit Staffel zwei zurück – frischer, ausgereifter und mit Steve Coogan als Gaststar.

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Funboys: BBC-Sitcom aus Nordirland überzeugt mit eigenem Humor

Die BBC-Sitcom Funboys ist eine seltene Erscheinung im britischen Fernsehen: eine neue Komödie, die von Beginn an mit einer völlig eigenständigen und originellen Stimme aufwartet. Die Serie folgt drei nerdigen und wenig reifen Männern in ihren Zwanzigern – Jordan, Callum und Lorcan – die in der fiktiven nordirischen Stadt Ballymacnoose ihren Alltag und ihre Freundschaft meistern. Die erste Staffel erschien 2025 ohne großes Aufsehen, doch mit der Rückkehr der Serie dürfte sie nun die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdient.

Funboys weist Nuancen der britischen Kultserie This Country auf, die ebenfalls junge Menschen begleitete, die versuchten, ihre Zeit in einer kleinen, überwiegend armen ländlichen Gemeinde totzuschlagen. Doch während This Country in den Cotswolds angesiedelt war, bringt Funboys den spezifischen Charme Nordirlands auf den Bildschirm. Die zweite Staffel beginnt dabei mit einem seltenen Anflug von Optimismus, der der Serie eine neue Dynamik verleiht.

Starbesetzung und skurrile Handlungsstränge

Mitschöpfer Ryan Dylan spielt den ewigen Jungfer Callum, der endlich einen Job gefunden hat, der ihm Spaß macht: Er verkörpert einen Bauern in einem örtlichen Freilichtmuseum. Als Gaststar tritt Steve Coogan als mürrischer Museumsdirektor auf, der das Rollenspiel etwas zu ernst nimmt. Sein Auftritt kann sowohl als Starthilfe als auch als Gütesiegel für die Serie gewertet werden.

Jordan, gespielt von Mitschöpfer und Co-Autor Rian Lennon, lebt bei seinen beiden Vätern Mal (Paul Bazely) und Ben (Richard Croxford). Die beiden verhätscheln ihren als „sensibel" geltenden Sohn und müssen in dieser Staffel Jordans Glaubenskrise, seine erste Liebe und einen Streit ertragen, der in einer albernen Hommage an die Videospielreihe Assassin's Creed endet. Lorcan (Lee R. James) ist unterdessen der Zufriedenste der Gruppe – sicher in seiner Beziehung mit seiner englischen Freundin Gemma, überzeugend gespielt von Ele McKenzie, die zum vierten Mitglied der Clique geworden ist.

Zu den Höhepunkten der Serie zählt Gemmas kurzer Versuch, Tierstylistin zu werden, der in einer gewaltsamen Konfrontation mit einer Gans in einem Kaftan gipfelt. Die Serie bietet darüber hinaus Dreierbeziehungen, Kobolde, Roboterkriege, eine Dating-App namens „Wee Flirt" und eine absurde Meditation über Empathie. Ein Großteil des Humors dreht sich um Sex und das weitgehend erfolglose Streben danach.

Herz hinter dem Chaos

Die eher pubertären Momente der Show mögen nicht jedermanns Geschmack sein. Doch während jede Episode in ein Chaos abgleitet, wird sie immer fantasievoller und ist oft brüllend komisch. Obwohl die Serie häufig ins Groteske abgleitet, hat Funboys auch ein Herz: Die Freundschaft der drei Hauptfiguren bleibt, obwohl sie oft auf die Probe gestellt wird, der Kern, um den das Chaos kreist. Der gekonnte Einsatz von seichter, sentimentaler Musik unterstreicht dabei die bewusst alberne Tonalität.

Funboys teilt eine anarchisch-depressive Sensibilität mit der britischen Serie Such Brave Girls, in der Paul Bazely ebenfalls mitwirkt. Als Such Brave Girls 2023 erschien, deutete die Comedy-Größe Kathy Burke an, dass man dort den Einfluss der Nighty Night-Schöpferin Julia Davis auf eine neue Generation von Autoren und Darstellern erkennen könne. Wenn Such Brave Girls die Töchter von Davis wären, so lässt sich argumentieren, dass die Funboys ihre seltsamen, albernen Söhne sind – ein Kompliment, das die besondere Stellung der Serie im britischen Comedy-Kosmos unterstreicht.

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