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FTSE-Indizes unter Druck: KI-Ängste belasten britische Börse

Technologiewerte und Finanzsektor verlieren über 4 Prozent. Rüstungsaktien profitieren von Verteidigungsinitiative.

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FTSE-Indizes unter Druck: KI-Ängste belasten britische Börse

Die britischen Börsenindizes FTSE 100 und FTSE 250 zeigten sich am Freitag verhalten und gaben jeweils 0,1 Prozent nach. Trotz der Tagesverluste steuern beide Indizes auf ein leichtes Wochenplus zu. Die gedämpfte Stimmung spiegelt die globale Unsicherheit wider, die durch die jüngsten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz ausgelöst wurde.

Seit Ende Januar haben zahlreiche neue KI-Tools für erhebliche Volatilität an den internationalen Märkten gesorgt. Investoren versuchen weiterhin, die langfristigen Auswirkungen der fortschrittlichen KI-Modelle auf etablierte Geschäftsmodelle einzuschätzen. Besonders hart traf es in Großbritannien den Technologiesektor sowie Lebensversicherer und Banken, die auf Wochensicht jeweils über 4 Prozent verloren.

Am Freitag erholten sich Technologiewerte jedoch deutlich mit einem Plus von 3,8 Prozent. Der Informationsdienstleister RELX legte um 5,4 Prozent zu, während das Kreditanalyseunternehmen Experian um 4,3 Prozent zulegte. Beide Aktien waren zuvor im Zuge des KI-bedingten Ausverkaufs unter Druck geraten.

Rüstungssektor im Aufwind

Gegen den Trend entwickelten sich Rüstungswerte mit einem Plus von 2 Prozent. Anleger reagierten auf Berichte, wonach Premierminister Keir Starmer auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine multinationale Verteidigungsinitiative vorantreiben will. Die verstärkte europäische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich könnte dem Sektor nachhaltig Auftrieb verleihen.

Belastet wurde der FTSE 100 hingegen von Bergbauwerten. Rio Tinto und Antofagasta verloren jeweils mehr als 2 Prozent, nachdem die Kupferpreise nachgegeben hatten. Die Rohstoffwerte gehörten damit zu den größten Verlierern des Tages.

NatWest enttäuscht trotz Gewinnsprung

An der Zahlenfront meldete NatWest einen beeindruckenden Gewinnsprung von 24 Prozent und setzte sich ehrgeizigere Leistungsziele. Die britische Bank verstärkt ihre Investitionen im kostspieligen, aber potenziell lukrativen Vermögensverwaltungsmarkt. Trotz der positiven Nachrichten fielen die Aktien um 3,3 Prozent, da Analysten die angehobenen Ziele bereits als eingepreist bewerteten.

Die britische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal lediglich um 0,1 Prozent und hielt damit das Tempo des Vorquartals. Das schwache Wachstum spiegelt teilweise die Unsicherheit im Vorfeld des November-Budgets von Finanzministerin Rachel Reeves wider. Anleger preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 63,4 Prozent ein, dass die Bank of England im März die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird.

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