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FTSE 100 verliert nach schwachen Unternehmensgewinnen – Pfund über 1,37 Dollar

Britischer Leitindex gibt nach, während Einzelwerte stark divergieren. Europäische Märkte ebenfalls unter Druck.

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FTSE 100 verliert nach schwachen Unternehmensgewinnen – Pfund über 1,37 Dollar

Der britische Leitindex FTSE 100 gab am Mittwoch um 0,5 Prozent nach, nachdem Anleger gemischte Unternehmensergebnisse verdauten. Das britische Pfund verlor gegenüber dem US-Dollar 0,4 Prozent und notierte bei 1,3786 Dollar. Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich ebenfalls schwach, wobei der deutsche DAX 0,6 Prozent und der französische CAC 40 sogar 1,5 Prozent verloren.

Bei den Einzelwerten sorgten unterschiedliche Geschäftszahlen für starke Kursbewegungen. Während einige Unternehmen ihre Prognosen anhoben, mussten andere ihre Erwartungen dämpfen. Die Bandbreite der Reaktionen reichte von Kursgewinnen über 7 Prozent bis zu Verlusten von mehr als 12 Prozent.

Gewinner des Tages: Debenhams hebt Prognose an

Die Aktien der Debenhams Group kletterten um mehr als 7 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöhte. Der Modekonzern erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von 50 Millionen Pfund für das am 28. Februar 2026 endende Geschäftsjahr. Dies liegt deutlich über der im November kommunizierten Prognose von etwa 45 Millionen Pfund. Als Grund nannte das Unternehmen eine stärker als erwartete Entwicklung bei den Kernmarken sowie eine verbesserte Performance der Marke PrettyLittleThing.

Auch die Tierpflegekette Pets at Home konnte mit ihren Zahlen überzeugen. Das Unternehmen meldete eine Rückkehr zum Wachstum im Einzelhandelsvolumen für das dritte Quartal. Der flächenbereinigte Verbraucherumsatz sank zwar noch um 1,1 Prozent, verbesserte sich damit aber deutlich gegenüber den Rückgängen von 2,8 Prozent im ersten und 1,7 Prozent im zweiten Quartal. Gestützt durch das wachsende Veterinärgeschäft bestätigte Pets at Home seine Gewinnprognose von 93 Millionen Pfund für das Gesamtjahr 2026.

Verlierer: Fresnillo senkt Produktionsziele

Der Edelmetallproduzent Fresnillo musste seine Produktionsprognose für 2026 nach unten korrigieren. Das Unternehmen verwies auf operative Phasenverschiebungen und geringere Erzgehalte in Schlüsselminen. Die Silberproduktionsprognose wurde von 45 bis 51 Millionen Unzen auf 42 bis 46,5 Millionen Unzen gesenkt – eine Reduzierung um 9 Prozent im Vergleich zu den Konsensschätzungen. Bei Gold kürzte Fresnillo die Erwartungen von 515.000 bis 565.000 Unzen auf 500.000 bis 550.000 Unzen, was einer Reduzierung um 4 bis 5 Prozent entspricht.

Besonders stark unter Druck gerieten die Aktien der Pub-Kette Marston's, die um über 12 Prozent einbrachen. Das Unternehmen meldete für die 17 Wochen bis zum 24. Januar ein stagnierendes flächenbereinigtes Umsatzwachstum. Damit schnitt Marston's deutlich schlechter ab als der Konkurrent Mitchells & Butlers, der im vergleichbaren Zeitraum ein Wachstum von 4,5 Prozent verzeichnete.

Die gemischten Unternehmensergebnisse spiegeln die anhaltende Unsicherheit im britischen Einzelhandels- und Konsumsektor wider. Während einige Unternehmen von strategischen Anpassungen profitieren, kämpfen andere mit strukturellen Herausforderungen.

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