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FTSE 100 unter Druck: Pharma und Banken belasten Londoner Börse

Britischer Leitindex verliert 0,4 Prozent – Anleger warten auf Fed-Entscheidung und analysieren Quartalszahlen

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FTSE 100 unter Druck: Pharma und Banken belasten Londoner Börse

Der britische Leitindex FTSE 100 gab am Mittwoch nach und verlor bis zum Vormittag 0,4 Prozent. Besonders Pharma- und Bankaktien belasteten die Kursentwicklung, während Investoren auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank warteten. Der heimatmarktorientierte FTSE 250 zeigte sich dagegen widerstandsfähiger und legte 0,1 Prozent zu.

Gesundheitsaktien erwiesen sich als größter Bremsklotz mit einem Minus von 1,9 Prozent. Die Pharmariesen GSK und AstraZeneca verloren 1,9 beziehungsweise 2,3 Prozent. Im Bankensektor gaben die Titel nach zuvor erreichten Rekordhöhen um 1,2 Prozent nach. Investec rutschte um 1,6 Prozent ab, während HSBC Holdings und Close Brothers jeweils mehr als ein Prozent einbüßten.

Der Luxussektor geriet ebenfalls unter Verkaufsdruck, nachdem der französische Branchenprimus LVMH mit enttäuschenden Quartalszahlen 6,7 Prozent verlor. Die britischen Luxuswerte Burberry und Watches of Switzerland verzeichneten daraufhin Rückgänge von 2,5 beziehungsweise 2 Prozent.

Rohstoffwerte im Aufwind

Gegen den Trend entwickelten sich die Edelmetallminenwerte mit einem Plus von 2,1 Prozent. Sie erholten sich von den Verlusten des Vortags, nachdem der Goldpreis seine Rallye über 5.300 US-Dollar je Unze fortsetzte. Auch Energieaktien legten um ein Prozent zu, gestützt durch Ölpreise auf dem höchsten Stand seit Ende September.

Die Schwergewichte Shell und BP gewannen jeweils rund ein Prozent. Beide Konzerne bemühen sich laut dem karibischen Energieminister Roodal Moonilal um US-Lizenzen zur Förderung von Erdgas aus Feldern in Trinidad und Tobago sowie Venezuela.

Fed-Entscheidung im Fokus

Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die anstehende geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank. Die meisten Händler erwarten, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt. Zudem suchen Investoren angesichts geopolitischer Spannungen und Handelsunsicherheiten in den Unternehmensgewinnen nach klareren Signalen zur Geschäftslage.

Pets at Home stach mit einem Kurssprung von 5,3 Prozent positiv hervor. Der Einzelhändler für Tierpflegeprodukte bestätigte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr, obwohl er niedrigere Umsätze im dritten Quartal meldete. Dies führte das Unternehmen teilweise auf Preissenkungen im Rahmen seiner Strategie zur Neuausrichtung des Einzelhandelsgeschäfts zurück.

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