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FTSE 100 kaum verändert: Energiewerte stützen schwachen Londoner Markt

Britischer Leitindex hält sich knapp im Plus, während Nahost-Konflikt Ölpreise treibt und Zinsentscheid naht.

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FTSE 100 kaum verändert: Energiewerte stützen schwachen Londoner Markt

Der FTSE 100 notierte am Montag gegen 10:11 Uhr GMT mit einem Plus von 0,08% kaum verändert. Damit beendete der britische Blue-Chip-Index vorerst eine Serie von zwei Verlustwochen in Folge. Ausschlaggebend für die Stabilisierung waren vor allem steigende Energiewerte.

Der anhaltende Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran – inzwischen in der dritten Woche – sorgt weiterhin für Unruhe im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump betonte am Sonntag, dass Nationen, die stark von Öl aus der Golfregion abhängig sind, Verantwortung für den Schutz der Straße von Hormus tragen müssten. Durch diese strategisch wichtige Meerenge fließen rund 20 Prozent der weltweiten Energieversorgung.

Energie legt zu – Reise und Metalle unter Druck

Der Energiesektor profitierte von der geopolitischen Lage und stieg um 1,2 Prozent. Die Ölkonzerne BP und Shell legten jeweils um mehr als ein Prozent zu. Damit zählten sie zu den stärksten Stützen des Index.

Auf der Verliererseite stand der Reise- und Freizeitsektor mit einem Minus von knapp zwei Prozent. Auch Metallminenwerte gerieten unter Druck: Während Goldpreise stabil blieben, gaben Kupferpreise nach. Der britische Mid-Cap-Index FTSE 250 verlor deutlichere 0,6 Prozent, belastet durch Schwäche bei Industrie- und Finanzwerten.

Zinsentscheid der Bank of England im Fokus

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich in dieser Woche auf die Zinssitzungen in Großbritannien, den USA und der Eurozone. Es sind die ersten vollständigen Sitzungen der Zentralbanken seit Kriegsbeginn. Allgemein wird erwartet, dass weitere Zinssenkungen vorerst ausgesetzt bleiben.

Von Reuters befragte Ökonomen rechnen mehrheitlich mit einer 7:2-Abstimmung im geldpolitischen Ausschuss der Bank of England für eine Beibehaltung des Leitzinses bei 3,75 Prozent. Vor Kriegsbeginn am 28. Februar galt eine Senkung auf 3,5 Prozent noch als nahezu sicher. Daten vom Montag zeigten zudem, dass die Angebotspreise für britische Immobilien in den vier Wochen bis zum 7. März stabil geblieben sind.

Bei den Einzelwerten fiel der Versicherer Standard Life um 2,4 Prozent – trotz eines über den Erwartungen liegenden Jahresgewinnanstiegs. Positiv stach CAB Payments hervor: Die Aktie des Anbieters für grenzüberschreitende Zahlungen sprang um 13,4 Prozent nach oben. Hintergrund ist ein Übernahmegebot der US-Finanzgruppe StoneX Group in bar für rund 241,4 Millionen Pfund (circa 319,7 Millionen US-Dollar).

Ftse 100BPShellBank Of EnglandCab Payments

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