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FTSE 100 erreicht Rekordhoch: Bergbauwerte treiben achten Monatsgewinn

Der britische Leitindex klettert auf 10.900 Punkte und steuert auf seine längste Gewinnserie seit 2012/2013 zu.

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FTSE 100 erreicht Rekordhoch: Bergbauwerte treiben achten Monatsgewinn

Der britische Blue-Chip-Index FTSE 100 hat am Donnerstag ein neues Rekordhoch erreicht. Der Index stieg bis 10:22 Uhr GMT um 0,5 Prozent auf 10.900 Punkte – getrieben von starken Bergbauwerten und einer erhöhten Nachfrage nach sicheren Häfen. Der begleitende Mid-Cap-Index FTSE 250 legte ebenfalls um 0,2 Prozent zu und notiert damit weniger als zwei Prozent unter seinem Rekordhoch aus dem Jahr 2021.

Besonders Edelmetall- und Industriemetallproduzenten verzeichneten kräftige Kursgewinne. Anleger flüchteten angesichts der Unsicherheit rund um die US-Zollpolitik von Präsident Donald Trump sowie eskalierender Spannungen zwischen den USA und dem Iran verstärkt in Gold und Kupfer. Bergbauaktien zählten bereits im vergangenen Jahr zu den größten Renditetreibern im FTSE 100, gestützt durch anhaltende Angebotsknappheit und stabile Metallpreise.

Längste Gewinnserie seit über einem Jahrzehnt

Der FTSE 100 steuert auf seinen achten Monatsgewinn in Folge zu – die längste monatliche Gewinnserie seit dem Zeitraum 2012 bis 2013. Allein im Februar legte der Index um 6,6 Prozent zu und übertraf damit sowohl US-amerikanische als auch europäische Vergleichsindizes deutlich. Optimismus über eine mögliche Zinssenkung der Bank of England im März beflügelte die Stimmung der Investoren zusätzlich.

Zeitweise bremsten jedoch Sorgen um neue KI-Tools, die etablierte Geschäftsmodelle gefährden könnten, sowie handelspolitische Unsicherheiten durch Trumps Zölle die Gewinne. Diese Faktoren sorgten für Volatilität, konnten den übergeordneten Aufwärtstrend aber nicht stoppen.

Einzelwerte im Fokus: Rightmove oben, Wizz Air unter Druck

An der Spitze des FTSE 100 stand Rightmove mit einem Plus von 4,7 Prozent. Großbritanniens führendes Immobilienportal meldete einen Jahresgewinn im Rahmen der Erwartungen und kündigte zudem einen Aktienrückkauf im Wert von 90 Millionen Pfund an. Das Signal an die Aktionäre kam gut an.

Deutlich schlechter lief es für Wizz Air: Die Aktien des Billigfliegers verloren 10,5 Prozent, nachdem Großaktionär Indigo Partners zehn Millionen Aktien zu je 1.250 Pence platziert hatte – ein Paket im Gesamtwert von rund 125 Millionen Pfund beziehungsweise etwa 168,7 Millionen US-Dollar. Derartige Großplatzierungen drücken erfahrungsgemäß kurzfristig auf den Kurs.

Eine positive Überraschung lieferte der Maschinenbauer Senior, dessen Aktien um 18,2 Prozent in die Höhe schnellten. Das Unternehmen gab bekannt, in den vergangenen Monaten mehrere Übernahmeangebote erhalten zu haben. Zwei davon werden derzeit geprüft, Gespräche mit einem namentlich nicht genannten Bieter laufen noch.

Abseits der Märkte sorgte ein politisches Signal für Aufmerksamkeit: Die Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer verlor eine Nachwahl in Manchester an die Grünen – in einem Wahlbezirk, den Labour fast ein Jahrhundert lang dominiert hatte. Das Ergebnis unterstreicht die zunehmende Fragmentierung des traditionellen britischen Zweiparteiensystems.

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